Die BAK vergibt alle zwei Jahre den Medienpreis Architektur und Stadtplanung.

BAK-Medienpreis 2018

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Medienpreis 2018 der Bundesarchitektenkammer „Architektur bleibt“

Die Bundesarchitektenkammer vergab 2018 wieder den Medienpreis Architektur und Stadtplanung. Journalistinnen und Journalisten, die sich in ihren Beiträgen gezielt mit der Bedeutung von Architektur, Städtebau und Stadtplanung für die Gesellschaft auseinandersetzen, konnten sich um den Medienpreis bewerben. Vor dem Hintergrund des Europäischen Kulturerbejahres war der thematische Schwerpunkt in diesem Jahr die Berichterstattung über den behutsamen Umgang mit historischer Bausubstanz und deren Ergänzung durch zeitgenössische Architektur. Mit dem Preis soll das öffentliche Bewusstsein für die umfassende Relevanz der geplanten und gebauten Umwelt  gefördert werden.

Mit der Vergabe des Preises wird die engagierte Arbeit von Journalistinnen und Journalisten im deutschsprachigen Raum, die die Gestaltung der gebauten Umwelt offen und kritisch begleiten, gewürdigt.

 

© Medienpreis 2018: Preisträger. Foto Uwe Steinert

 

Die Preisträger

„Ist er dann wieder da?“ – mit dieser Frage überschrieb Amber Sayah in der Stuttgarter Zeitung ihren Bericht über die Planungen zur Sanierung des von Hitler 1937 eröffneten Hauses der Kunst in München, der 2017 in der Stuttgarter Zeitung erschien. Für diesen Beitrag erhält sie den mit 5.000 Euro verbundenen ersten Preis des „Medienpreises Architektur und Stadtplanung“ der Bundesarchitektenkammer (BAK). Die Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann überreichte den Preis am 3.12.2018 im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.  Ettinger-Brinckmann wies auf das hohe Niveau der Beiträge hin: „Wir können froh sein, dass Architektur und Stadtplanung in den Medien ein Thema sind. Der Journalismus leistet einen wichtigen Beitrag zur Diskussions- und damit auch letztlich zur Förderung der Baukultur“.

Sabine Reeh (Bayerischer Rundfunk) erhielt für ihre Fernsehserie „Vom Bauen in den Bergen. Neue Alpine Architektur“ , den zweiten Preis. Den dritten Preis verlieh die Jury dem ZEIT-Journalisten Hanno Rauterberg für seinen Beitrag  “Altstadt für Alle!“, in dem er über „rekonstruierte Bürgerhäuser, völkische Unterwanderung und die Zukunft der Schönheit“ am Beispiel des Frankfurter Römerbergs berichtet.

Den Förderpreis erhielt erneut der Journalist Adrian Lobe für seinen Beitrag „Filterblasen, in denen wir wohnen sollen“, der Anfang des Jahres auf ZEITonline erschien. Er thematisiert die Interessen internationaler Konzerne bei der Ausgestaltung von „smart cities“ und die Rolle und Bedeutung ihrer Bewohner.   

Die Jury beschloss, angesichts der hohen Qualität des von Simone Augustin eingereichten Konzepts der Radio-Serie „Bauzombies“, einen Sonderpreis (1.000 Euro) zu vergeben. Auf radioBERLIN 88,8 (rbb) werden die Hörer in die Recherche nach besonderen Bauruinen und Grundstücken einbezogen. Anschließend werden in Radio- und teilweise auch Fernsehbeiträgen in der Abendschau  des rbb Ursachen für Leerstand aufgedeckt und über zukünftige Nutzungsmöglichkeiten mit Betroffenen und Fachleuten diskutiert.

 

 

Medienpreis 2016

Die Volontäre der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung haben 2016 den Medienpreis der Bundesarchitektenkammer gewonnen.

Die Nachwuchsjournalisten aus Niedersachsen begleiten als Volontärs-Projekt bereits seit Jahren die Entstehung eines neuen Stadtteils der Landeshauptstadt Hannover. Prof. Riklef Rambow, Vorsitzender der Jury des Medienpreises, lobte die sorgfältige und facettenreiche Arbeit der HAZ-Volontäre: „So kann ein moderner Lokaljournalismus aussehen, der Architektur und Städtebau unprätentiös zum Thema alltäglicher Auseinandersetzung vor Ort macht.“ Für ihre Arbeit erhielten die jungen Journalisten den 1. Preis.

Den zweiten Preis vergab die Jury an den Journalisten Gerhard Matzig (Süddeutsche Zeitung). Er hatte sich mit Beiträgen zur neuen Düsseldorfer U-Bahnlinie (Wehrhahn-Linie), zur Elbphilharmonie und ihrer steigenden Akzeptanz bei der Hamburger Bevölkerung sowie einem Portrait der Architektin Regina Dahmen-Ingenhoven beworben.

Joachim Goetz, Reporter der Münchener Abendzeitung, erhielt für seine Beiträge zur Architektur in München den dritten Preis.

Der Förderpreis des BAK-Medienpreises (1.250 Euro) ging an den Journalist Adrian Lobe, der sich mit drei Beiträgen erfolgreich beworben hatte, die in der Neuen Zürcher Zeitung veröffentlicht wurden.