Tagung „Urbane Produktion – eine Strategie für die funktionsgemischte Stadt?“

Tagung „Urbane Produktion – eine Strategie für die funktionsgemischte Stadt?“ am 8.11. in Köln

Die vitale funktionsgemischte Stadt ist das Leitbild nachhaltiger Stadtentwicklung.  Urbane Produktion kann  dabei  ein  wichtiger  Bestandteil  sein, denn nach  Jahren der Funktionstrennung  zeigt sie Wege auf,  wie  neue  stadtaffine  Produktionstypologien,  Manufakturen,  Kleingewerbe  und  Handwerke  dazu beitragen  können,  wieder  mehr  Funktionsmischung  in  den  verschiedenen  Stadtquartieren  zu  erreichen  und  Versorgungsqualitäten  zu  sichern  oder  wieder  herzustellen.  Urbane  Produktion  verspricht kleinere Serien u.a. durch digitale Steuerung, dezentrale Fertigung, einen  sparsameren Umgang mit Fläche und minimierte Transportwege. In den USA gilt die „next economy“ als Schlüsselfaktor für ökonomische Innovation und für die Reurbanisierung der Stadt. Im  Rahmen  der  Veranstaltung  sollen  Möglichkeiten  der  Stabilisierung  und  Revitalisierung  Urbaner Produktion diskutiert werden. Aufbauend auf den Ergebnissen des im Auftrag des Städtebauministeriums NRW  (MBWSV)  erarbeiteten  Forschungsgutachtens  „Produktion zurück ins Quartier  -  Neue Arbeitsorte in der gemischten Stadt“ werden folgende Fragestellungen im Mittelpunkt stehen:

  • Ist die Urbane Produktion ein Schritt in Richtung einer „Stadt der kurzen Wege“?
  • Welche Produktions- und Gewerbekonzepte bieten sich für Urbane Produktion besonders an?
  • Gibt es bereits gute Beispiele für Urbane Produktion in Deutschland und Europa?
  • Welche Strategien und Instrumente entwickeln Städte, um die entsprechenden Flächen und Räume in integrierten Lagen zu sichern?
  • Welchen Einfluss  haben  planungs-  und liegenschaftspolitische, immobilienwirtschaftliche und förderrechtliche Mechanismen auf die Standortentscheidungen von Unternehmen?
  • Wie kann möglichen Nutzungskonflikten vorgebeugt werden?
  • Welche Instrumente  müssen  Städten  an die Hand gegeben  werden, um den Erhalt und die Rückkehr der Produktion in die Quartiere zu ermöglichen?
  • Welche Chancen bietet das „Urbane Gebiet“ der Baunutzungsverordnung?

Als Referenten nehmen teil: Prof. Dieter Läpple, HCU Hamburg; Barbara Ettinger-Brinckmann, Bundesarchitektenkammer Berlin; Franz-Josef Höing, Planungsdezernent Stadt Köln; Dr. Stefan Gärtner,

IAT Gelsenkirchen (Gutachten des MBWSV) u.a.

Die Tagung wird moderiert von Prof. Dr. Guido Spars, Bergische Universität Wuppertal.