Eröffnung der 14. Internationalen Architekturausstellung in Venedig

Eröffnung Biennale in Venedig

© v.l.n.r.: Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer, Eva Schlechtendahl, Vizepräsidentin der Architektenkammer Baden-Württemberg, Ernst Uhing, Präsindet der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer BAK, Gunther Adler (SPD), Staatssekretär im BMUB, Christine Edmaier Präsidentin der Architektenkammer Berlin, Professor Ralf Niebergall, BAK-Vizepräsident Foto: Xandra M. Linsin

 

Die 14. Internationale Architekturausstellung in Venedig hat ihre Pforten geöffnet: Gunther Adler (SPD), Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), eröffnete den deutschen Ausstellungsbeitrag „Bungalow Germania“. Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK), vertrat bei der Feier in der Lagunenstadt die deutschen Architekten. Ihr zur Seite stand Prof. Ralf Niebergall, Vizepräsident der BAK und Präsident der Architektenkammer Sachsen-Anhalt. Die Länder vertraten die Präsidentinnen der Architektenkammern Berlin: Christine Edmaier, der Hamburgischen Architektenkammer: Karin Loosen, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen: Ernst Uhing, die Vizepräsidentin der Architektenkammer Baden-Württemberg: Eva Schlechtendahl und die Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen: Brigitte Holz (nicht auf dem Foto).

„Die Bundesarchitektenkammer begrüßt das Eintreten des BMUB für Baukultur. Die Eröffnung des ‚Bungalow Germania‘ von Staatssekretär Adler ist für uns wichtiges Zeichen und Bestätigung dieses Engagements“, erklärte Ettinger-Brinckmann. „Die Architekturbiennale ist ein wichtiger Platz, den internationalen Austausch und den Diskurs über Baukultur zu pflegen. Der ‚Bungalow Germania‘ lässt den Anspruch und das Verständnis, das der Architektur in Deutschland zugrunde liegt, erlebbar werden. Er wirft mit seiner Erzählung ohne akademische Strenge Fragen auf und lädt zur Diskussion ein.“

Kuratoren des deutschen Beitrags „Bungalow Germania“ sind die in der Schweiz tätigen Architekten Savvas Ciriacidis und Alex Lehnerer. Sie wollen Architekturen der politischen Repräsentation auf den Prüfstand stellen und hinterfragen. Dazu spielen sie mit dem Spannungsverhältnis von nationaler Identität und ihrem gebauten Ausdruck. In einer Montage haben sie Teile des Bonner Kanzlerbungalows von Sep Ruf in den Ausstellungspavillon im Maßstab 1:1 eingebaut. Der Ausstellungspavillon selbst entspricht in seiner äußeren Form dem Zustand des Jahres 1938 nach dem Umbau von Ernst Haiger im Stile der Architektur des Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden lediglich der Reichsadler und die Hakenkreuze beseitigt; bei einer Sanierung der Innenräume im Jahr 1964 wurden Zwischendecken und Wände entfernt. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Der deutsche Beitrag nähert sich so dem von Rem Koolhaas, Künstlerischer Direktor der Biennale, formulierten Thema für die Nationenbeiträge "Absorbing Modernity: 1914-2014" an.

Die Architekturbiennale gilt als weltweit bedeutendste internationale Ausstellung für Architektur und Städtebau. Alle zwei Jahre bietet sie die Gelegenheit zur Präsentation nationaler Ausstellungsbeiträge; die 14. Architekturbiennale steht unter dem Motto „fundamentals“. 65 Länder sind mit eigenen Beiträgen vertreten; im Zentralpavillon findet die Ausstellung Elements of Architecture und im Arsenale der Beitrag Monditalia statt.

Bis zum 23. November 2014 ist die Architekturbiennale geöffnet. Weitere Infos gibt es unter www.labiennale.org und www.bungalowgermania.de im Internet.