Veranstaltungen zum Thema BIM

Veranstaltungshinweise und -berichte zum Thema BIM

Expo Real 2018

Auch die Bundesarchitektenkammer war auf der diesjährigen Expo Real 2018 vom 8.10. bis 10.10.2018 in München vertreten. Die Expo Real 2018 widmete sich einer großen Bandbreite an baufachlichen Themen. Aus diesem Grund durfte die Digitalisierung auf der Agenda nicht fehlen. Die Bundesarchitektenkammer hat einen Blick über den Tellerrand gewagt und sich mit der Implementierung digitaler Planungsmethoden in Europa auseinandergesetzt.

 

© DGNB

v.l.n.r Herr Köppen, Herr Fehn Krestas, Herr Hoppe, Herr Mondino, Frau Seitz

 

Der Bundesarchitektenkammer war es hierfür gelungen hochkarätige Fachleute zu diesem Thema einzuladen. Herr Köppen von der Europäischen Kommission hat die Möglichkeiten und Grenzen der BIM Implementierung auf der europäischen Ebene näher beleuchtet.

Aus der österreichischen Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten hat Herr Hoppe die Rahmenbedingungen aus Österreich dem Publikum erläutert.

Um diese beiden Beispiele in den Kontext der deutschen digitalen Transformation zu bringen, war Herr Fehn Krestas, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat und Herr Prof. Mondino von der Hafen City Universität Hamburg, deutscher Vertreter im ACE, vor Ort um die aktuellen Entwicklungen aus Deutschland darzustellen.

Ein herausragendes Thema auf der diesjährigen Expo Real 2018 stellte die digitale Transformation dar. Der rege Zustrom an interessierten Besuchern hat eines klar gemacht. Wir sind mit dem Thema BIM auf dem richtigen Weg. Diesen Weg möchte die Bundesarchitektenkammer gemäß einer kooperativen Zusammenarbeit, mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette Bau konzentriert und zielstrebig weiter gehen. Dafür benötigen wir neben den maßgeblichen Verbänden auch die politische Rückendeckung der Bundesregierung. Nur so lassen sich Zeit, Energie und Ressourcen zielgerichtet in den digitalen Transformationsprozess einbringen.

Neben der berufspolitischen Ebene muss auch ein verstärkter Fokus auf die berufspraktische Ebene gelegt werden. Neue Technologien werden durch die Nutzer nur angewendet, wenn diese in sich widerspruchsfrei und inklusiv sind. Um diese Punkte zu berücksichtigen und zu stärken setzt sich die Bundesarchitektenkammer für openBIM ein. Damit unterstützt sie die mittelstandsfreundliche Politik der Bundesregierung und möchte die Partizipation möglichst vieler Beteiligter am digitalen Transformationsprozess gewährleisten.

 

BAKA Tagung 2018 – Genial Digital

© BAKA/YUNCK

 

Bei der diesjährigen BAKA-Tagung 2018 des Bundesverband Altbauerneuerung e.V. standen die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung im Fokus der Betrachtung. Vertreten durch den Vizepräsidenten Martin Müller, konnte die Bundesarchitektenkammer ihren Blickwinkel in die Diskussion um die Digitalisierung des Planungs- und Bauwesens einbringen. Martin Müller referierte über den Einfluss der Digitalisierung auf die Baukultur. Dabei unterstrich er die Möglichkeiten, die sich aufgrund der neuen Instrumente für den Berufsstand ergeben, um eine lebenswerte, soziale, ökologisch und ökonomisch verantwortliche Entwicklung unserer gebauten Umwelt voranzutreiben. Um in dieser Entwicklung eine zentrale Position einnehmen zu können, müssen Architekten ihre vorhandenen kreativen und organisatorischen Fähigkeiten weiterentwickeln und gleichzeitig digitale Fähigkeiten im Bereich Informationsmanagement ausprägen. Mit Blick auf die Interessen der vorhandenen kleinteiligen Strukturen von Architekturbüros und Handwerksbetrieben im Bausektor hob er die gemeinsamen Chancen der Weiterentwicklung hervor, insbesondere beim Planen und Bauen im Bestand. Hier liege erhebliches Potential jenseits der Interessenlagen der Bauindustrie, welches es zu sichern und auszubauen gelte. In seinem Vortrag und auch bei der anschließenden Diskussion auf dem Podium lud Vizepräsident Müller im Hause des ZDH die Handwerkerschaft dazu ein, die notwendige Fortbildung gemeinsam mit den Architekten und mit gleichem Qualitätsanspruch, nämlich mit dem BIM Standard Deutscher Architektenkammern durchzuführen. So könne mit Fortschreiten der Digitalisierung stets die gleiche Sprache genutzt werden, was für Verständnis und Zusammenarbeit wichtig sein werde.

 

D-A-CH-Treffen zu Digitalisierung und Normung in Wien

© bak

 

Auf Initiative der österreichischen Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen konnte Vizepräsident Martin Müller in Begleitung der zuständigen Referatsleiterinnen Schlesinger und Seitz am 28.02.2018 in Wien umfassend über die deutschen Aktivitäten zu BIM und Normung in mehreren, informellen Treffen mit Vertretern der österreichischen Bundeskammer und SIA berichten und in einen intensiven Austausch treten. Hinzu kam ein Pressegespräch mit den Chefredakteur/inn/en dreier österreichischer Architekturzeitschriften. Die Vielfalt der strukturierten deutschen Aktivitäten zu BIM und Normung, insbesondere zur Mitwirkung der Länderarchitektenkammern und BAK sowie die Einflussnahme auf DIN- und politische Ebene mit Netzwerkbildung fanden großes Interesse. Zu BIM wurde die Erstellung eines gemeinsamen Positionspapiers D-A-CH vereinbart. Die Anregungen, die die BAK zur Mitwirkung und Koordination in der Normung geben konnte, sowie die „Deutsche Normungsroadmap Bauwerke“ wollen die österreichischen Kollegen für ihre Arbeitsstruktur nutzen. Abschluss des Treffens bildete am Abend eine öffentliche Podiumsdiskussion der österreichischen Bundeskammer mit dem Austrian Standards Institute im Architekturzentrum Wien , in der Vizepräsident Martin Müller die Notwendigkeit zur Mitwirkung an der Normung durch den Berufsstand überzeugend darlegen konnte. Die D-A-CH Teilnehmer vereinbarten, den Wissensaustausch in regelmäßigeren kürzeren Abständen reihum fortzusetzen, um den steigenden thematischen Anforderungen gemeinsam gerecht zu werden.