Das Thema Digitalisierung und somit auch der Begriff Building Information Modeling (BIM) ist eines der Zukunftsthemen der Baubranche.

Referat Digitalisierung

BAK-Workshop „Künstliche Intelligenz in der Architektur“ im Futurium, dem Haus der Zukünfte Berlin, erfolgreich abgehalten

© Konstantin Gastmann

 

Der Workshop „Künstliche Intelligenz in der Architektur“ brachte am 4.11.2019 im neueröffneten Futurium in Berlin die Mitglieder der BAK-Expertengruppe BIM sowie der Steuerungsgruppe Digitalisierung mit Fachreferenten zusammen, um eine Bestandsaufnahme derzeitiger KI-Umsetzungen vorzunehmen und zugleich die Potentiale Künstlicher Intelligenz für die architektonische Praxis zu diskutieren. Die Künstliche Intelligenz (KI) zeichnet sich derzeit auch im Planen und Bauen als einschlägige Zukunftstechnologie ab. KI kann die Arbeit von Architekten und Stadtplanern grundsätzlich erleichtern (z.B. bei der automatischen Attribuierung von BIM-Modellen oder der optimierten Echtzeitsteuerung von technischen Gebäudesystemen), aber auch potentielle Probleme in Bezug auf Urheberrecht und Datenschutz aufwerfen. Berufspolitische Brisanz erhält das Thema u.a. dann, wenn KI nicht mehr nur die Entscheidungen des Planers im Entwurf unterstützt, sondern selbst kreative Planungsleistungen übernimmt (etwa bei der KI-gestützten Erstellung von Grundrissvarianten für Einfamilienhäuser).

 

Deutscher Architektentag 2019: „Digitalisieren“

Auf dem 14. Deutschen Architektentag, der am 27.9.2019 unter dem Motto „Relevanz – Räume prägen“ im bcc Berlin Congress Center stattfand, war die Digitalisierung eines der zentralen Themen. Die drei Workshops zur Künstlichen Intelligenz, zur Arbeitswelt der Zukunft und zu BIM konnten eine sehr große Zahl an Besuchern anziehen, die den Debatten auf dem Podium folgten und sich teils aktiv an ihnen beteiligten.

Im Workshop „KI und Architektur – Was können Maschinen schon alleine?“ diskutierten der Architekt Hannes Mayer (Gramazio Kohler Research), der KI-Forscher Dr. Martin Memmel (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz), die Professorin für Robotik Prof. Dr. Sigrid Brell-Cokcan (RWTH Aachen) und die Techniksoziologin Prof. Dr. Cordula Kropp (Universität Stuttgart), ob KI auch kreativ sein kann, wie KI für ein energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen einzusetzen ist und wie informierte Architekten die digitale Transformation im Planen und Bauen auch mittels KI mutig und selbstbewusst in ihrem Sinne gestalten.

Für das Thema „Im Jahr 2030 – Wie gestaltet sich die Arbeitswelt?“ versammelten sich Monika Lepel (Lepel & Lepel Architekten), Nils Krause (hammeskrause architekten), Dr. Sascha Peters (Haute Innovation, Zukunftsagentur für Material und Technologie) und Dr. Gereon Uerz (Arup Deutschland) auf dem Podium. Ergebnis der anregenden Diskussionen war die Einsicht, dass auch im Büro der Zukunft die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung des Architekten nicht an die Digitalisierung delegiert werden darf. Hier müssen Architekten weiterhin ideenstark und projektgetrieben auftreten und den Einsatz digitaler Werkzeuge auf ihren Mehrwert hin befragen.

Zum Thema „BIM als Standard – Hilfe oder Überforderung?“ tauschten sich Dr. Ilka May (LocLabConsulting), Ralf Poss (BMI), Florian Urban Geddert (plus 4930) und Harry Ibbs (Gensler Architects) aus. Stellvertretend für die Architektenschaft in Deutschland wurde für die erfolgreiche Implementierung von BIM in kleinen wie großen Büros konkrete Forderungen an die Politik aufgestellt: eine einheitliche Strategie, offene Schnittstellen, BIM-Ausbildungen an den Hochschulen, verbindliche Standards sowie Lösungen für Datenschutz, Datensicherheit und Vertragsangelegenheiten.

Moderiert wurden die drei Formate von Isabella Göring, Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

 

Zuschlag zur Umsetzung des Nationalen BIM-Kompetenzzentrums geht an die planen-bauen 4.0 GmbH

© BMVI

 

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat die Einrichtung des Nationalen BIM-Kompetenzzentrums als zentrale Anlaufstelle zu allen Bauprojekten der öffentlichen Hand auf Bundesebene an die planen-bauen 4.0 GmbH vergeben. Die Bundesarchitektenkammer (BAK) ist deren Gründungsgesellschafter und wird beim Aufbau des neuen BIM-Kompetenzzentrums mitwirken. Aufgabe des Zentrums ist, Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz der BIM-Methode in einer zentralen Anlaufstelle zu bündeln. „Wir freuen uns sehr über den Zuschlag. Die Bundesarchitektenkammer wird das BIM-Kompetenzzentrum als Netzwerkpartner konkret bei Fachfragen und vor allem bei der Fortbildung von Mitarbeitern aus Verwaltung und Behörden unterstützen. Auch das Baukosteninformationszentrum (BKI) der Architektenkammern der Länder ist Teil dieses neuen Netzwerks. Die Kompetenzen der Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner sind zentraler Bestandteil der Wertschöpfungskette Bau, die im neuen Kompetenzzentrum durch planen-bauen 4.0 GmbH nun bestens vertreten ist. Von der konzentrierten Sammlung und Auswertung der Erkenntnisse aus der Praxis zur Methode BIM werden wir alle profitieren, “ betont BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann.

 

Ideenwettbewerb „DIN-Connect 2020“ läuft

© adobe stock

 

Bis zum 30. September 2019 läuft der Ideenwettbewerb „DIN-Connect 2020“, mit dem DIN und DKE innovative Projektideen mit Fokus auf Normung und Standardisierung fördern. Die Digitalisierungsthemen BIM, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz sind als mögliche inhaltliche Schwerpunkte genannt. Vor allem Start-ups und KMUs werden aufgefordert, sich zu beteiligen und ihre Projektskizzen auf der Kooperationsplattform DIN.ONE einzureichen. Vorzugsweise beinhalten die Innovationsprojekte die Erstellung von DIN SPEC (PAS) bzw. VDE-Anwendungsregeln. Die Laufzeit der Projekte beträgt maximal zwölf Monate. Die Gewinnerprojekte erhalten jeweils bis zu 35.000 EUR als externe Honorare und sollen planmäßig im März 2020 starten. Mehr Informationen

 

Bundesarchitektenkammer als Ansprechpartnerin für den digitalen Bauantrag

Im Zuge des Onlinezugangsgesetzes (OZG) sind Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, bis Ende 2022 auch das Bauantragsverfahren zu digitalisieren. Die Bundesarchitektenkammer hat mit ihrer Arbeitsgruppe „Digitaler Bauantrag“ (unter Federführung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen) und der Arbeitsgruppe „Kammerseitige Datenbankstruktur“ (unter Federführung der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen) auf der Basis der Verfahrensvorschriften der Musterbauordnung (MBO) einen Referenzprozess entwickelt, der die Prüfung der Bauvorlageberechtigung einschließt.

Diesen Prozess stellen wir allen Akteuren, die an der Digitalisierung des Bauantragsverfahrens beteiligt sind, als Vorschlag der Architektenschaft für die gemeinsame Erarbeitung des digitalen Bauantrags gern zur Verfügung. Die BAK-Arbeitsgruppe versteht sich in der Umsetzung als zentrale Ansprechpartnerin seitens der deutschen Architekten. Herr Matthias Pfeifer (Architekt BDA), Sprecher der bundesweiten Arbeitsgruppe „Digitaler Bauantrag“, steht Ihnen in der Zusammenarbeit sowie bei allen Fragen und Anregungen gern zur Seite. Bitte kontaktieren Sie ihn über die Geschäftsstelle der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen:

Matthias Pfeifer c/o Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
Haus der Architekten
Herr Simon Adenauer
Zollhof 1
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211-4967711
adenauer@aknw.de

Die Beschreibung des Referenzprozesses sowie die graphische Darstellung finden sie hier

 
 

BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern

 

Die Digitalisierung der Baubranche schreitet voran und befindet sich derzeit in einer spannenden und herausfordernden Phase. Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auf Planer- wie auf Auftraggeberseite, ist groß. Daher ergibt sich ein erhöhter Aus-, Fort- und Weiterbildungsbedarf insbesondere bei der Vermittlung der BIM-Methodik. Die Bundesarchitektenkammer und die Bundesingenieurkammer mit ihren 31 Länderkammern stellen sich dieser Aufgabe. Aus diesem Grund wurde ein bundesweiter und einheitlicher Fort- und Weiterbildungsstandard "BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern" für den Bereich des digitalen Planens und Bauens gegründet. Mit der Einführung des "BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern", dem bundesweiten Curriculum, wurde ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.Als Grundlage der Fort- und Weiterbildungskurse dient die VDI/buildingSMART 2552 Blatt 8 ff.

 

Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“

© Adobe Stock

 

Eine neue einberufene Enquete-Kommission des deutschen Bundestages hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“ hat den Auftrag, Handlungsempfehlungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu formulieren. Sie soll Antworten auf die Vielzahl an technischen, rechtlichen, politischen und ethischen Fragen im Kontext von KI erarbeiten und nach der parlamentarischen Sommerpause 2020 ihren Abschlussbericht mitsamt Handlungsempfehlungen vorlegen. Die Kommission setzte sich zusammen aus 19 Mitgliedern des Deutschen Bundestages und 19 externen Sachverständiger darunter Wissenschaftler, Unternehmer, Theologen und Vertreter von Sozialverbänden.

 
 

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