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Bereits zum dritten Mal gemeinsam zeigten die Bundesarchitektenkammer (BAK) und die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Flagge auf der EXPO REAL. Auf dieser großen internationalen Gewerbeimmobilienmesse, die vom 4. bis zum 6. Oktober zum 13. Mal in München stattfand, konnte man in diesem Jahr nach der großen Immobilienkrise 2008 wieder einen leichten Aufwärtstrend spüren.
Dass Nachhaltigkeit eines der bestimmenden Messethemen war, zeigt, dass die Branche in vielen Bereichen einen Neustart versucht und nach neuen Lösungen sucht. Dazu passend stand unter dem Motto „Vernetzt planen – zukunftsfähig bauen“ die Messepräsenz von BAK und DGNB. Der innovative Messestand, entworfen von den Münchner Architekten Felix Reiter, Lutz Ring und Annette Wolf, sowie ein interessantes Vortragsprogramm sorgten für eine sehr gute Resonanz. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein zentrales Architekturthema, sondern immer mehr eine Herausforderung für Quartiere und ganze Städte. Nachhaltiges Bauen reicht klar über ökonomische und ökologische Kriterien hinaus und schließt vor allem baukulturelle Qualitäten ein. Und der Mensch rücke in den Mittelpunkt der Planung, so Hauptgeschäftsführer Hans Dieterle von der Architektenkammer Baden-Württemberg im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz von BAK und DGNB am Messestand. Der Mensch sei mit seinem Verhalten der wahre Indikator, ob nachhaltige Architektur gelänge oder nicht. Als erstes nannte der DGNB-Präsident Manfred Hegger die Architekten, ohne die dieses Ziel gar nicht erreicht werden könne, sie brauchen dazu aber Kriterien. Der Ausbildung gehöre daher ein besonders Augenmerk. Hegger nahm aber auch die Bauherren in die Pflicht, die sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssen und von den Architekten gegebenenfalls daran zu erinnern seien. Der neue Präsident der Bundesarchitektenkammer, Sigurd Trommer, rief die Architektinnen und Architekten auf, über den Berufsstand hinaus- und in die Bauherren hineinzudenken. Die Gesellschaft müsse dafür ertüchtigt werden, mehr Baukultur einzufordern (und zwar ohne energetische Kurzsichtigkeit, wie sie von der Bundesregierung vorgegeben werde). Ginge jeder Architekt einmal im Jahr in eine Bildungseinrichtung und erkläre zwei Stunden Baukultur, würde dieser Prozess sukzessive in die Gesellschaft hineingetragen. „Fängt man bei den Kindern, die dieses Jahr eingeschult wurden, gleich an, haben wir in zwölf Jahren eine andere Baukultur“, zeigte sich Trommer zuversichtlich. Carmen Mundorff
Unsere Fotostrecke: Die Bundesarchitektenkammer gemeinsam mit der DGNB auf der EXPO REAL 2010 Fotos: Tobias Hase





Die Architektenkammern bedanken sich für die freundliche und großzügige Unterstützung ihrer Partner, die mit ihrem Engagement einen großen Anteil am Erfolg des Messeauftritts haben.
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Die Bundesarchitektenkammer präsentierte gemeinsam mit zwölf Länderarchitektenkammern und der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) auf dem Messestand verschiedene Lösungen und erfolgreiche Praxisbeispiele. Welchen Wert gute Architektur hat, zeigten Vorträge, Diskussionen und persönliche Gespräche am Stand. Die Architektenkammern bedanken sich für die freundliche und großzügige Unterstützung ihrer Partner, die mit ihrem Engagement einen großen Anteil am Erfolg des Messeauftritts haben.
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