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Das Netzwerk ZUHAUSE IN DER STADT konnte am 17./18. Juni mit einer Statuskonferenz in Darmstadt in die Fachöffentlichkeit gehen. Das große Interesse an der Konferenz bestätigt die gesamtgesellschaftliche Bedeutung einer bundesweiten integrierten Wohnungs- und Stadtentwicklung.
Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung betonte in seinem einleitenden Vortrag: „Unter dem Eindruck von demografischem Wandel und Klimaveränderung muss Stadtentwicklung neu gedacht werden. Mit der Städtebauförderung, der Nationalen Stadtentwicklungs- und einer offensiv verstandenen Baukulturpolitik denken, konzipieren und fördern wir die Stadtentwicklung von innen heraus.“ Herr Dr. Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundesarchitektenkammer, erklärte: "Architekten und Stadtplaner setzen sich nicht nur für einen lebenswerten Stadtraum ein, sondern nehmen aktiv Einfluss auf die Gesellschaftsgestaltung. Architektur und Stadtplanung sind der Schlüssel, um Wohnen, Arbeiten und Freizeit für alle Stadtbewohner so zu organisieren, dass Individualinteressen und gesellschaftliche Anforderungen bestmöglich in Einklang zu bringen. Dabei sind alle Entscheidungsträger im Sinne der Qualität unserer Städte einzubeziehen, Finanzierer, Bauherren, Nutzer und die Allgemeinheit. Die beteiligten Akteure im Netzwerk "Zuhause in der Stadt" haben auf diesem Wege eine Initiative in Gang gesetzt, um das Bewusstsein der Öffentlichkeit, der Politik, der Medien und der Wirtschaft für die notwendigen Strategien der zukünftigen Stadtentwicklung zu schärfen. Damit soll die nationale Stadtentwicklungspolitik der Bundesregierung ausdrücklich durch privates Engagement aktiv unterstützt werden." Ziel der Konferenz war es, kooperative Strategien, Instrumente sowie konkrete Handlungsansätze der staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure zur Stärkung und Weiterentwicklung der Städte als attraktive Wohn- und Lebensräume in einem konstruktiven Dialog zu erörtern und zu reflektieren. "Die in dieser Form erstmalige Zusammenarbeit der Kooperationspartner in dieser Bandbreite und zu dieser Thematik manifestiert sich in der gemeinsam erarbeiteten ‚Darmstädter Erklärung’ und eröffnet einen dialogischen Prozess mit dem Ziel, die Städte zu stärken", erklärte Sabine Süß, Geschäftsführender Vorstand der Schader-Stiftung. Die Darmstädter Erklärung ist im vollen Wortlaut im Infomaterial zu dieser Seite zu finden. Im Laufe der Konferenz zeichneten sich bereits sehr deutlich einige Fokussierungen ab, die den in der ‚Darmstädter Erklärung’ aufgespannten Handlungsrahmen konkretisieren: 1. Städte müssen sich profilieren. Sie müssen individuellen Lebenskonzepten Raum geben und den sozialen Ausgleich leisten. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben brauchen sie starke und verlässliche Partner aus der Wirtschaft, insbesondere aus der Immobilien- und Wohnungswirtschaft. 2. Bildung ist ein zentrales Schlüsselthema. Obgleich explizit nicht auf der Agenda, zog sich das Thema wie ein roter Faden durch die Diskussionen in den Foren und Plenumsrunden. Die Vertreter der Kommunen, der Wohnungswirtschaft, der Quartiersentwickler und Stadtplaner waren sich darin einig, dass hier dringend neue Konzepte und Trägerschaften gefragt sind, um dem Gemeinwesen Stadt eine Perspektive zu geben. Das gilt besonders für die Rolle der Schulen bei der integrierten Quartiersentwicklung. 3. Die Stadtentwicklung muss wieder zum Stadtgespräch werden. Den Medien und den professionellen Stadtmachern - auch und besonders den institutionellen und privaten Eigentümern - kommt hier eine zentrale Rolle zu. Integrierte Strategien und aufeinander abgestimmte Kampagnen sind gefragt. Es geht darum, möglichst rasch, möglichst flächendeckend und vor allem öffentlichkeitswirksam erlebbare Perspektiven für die Zukunft des Gemeinwesens Stadt vor Augen zu führen.
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