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„Behindertengerechtes Planen und Bauen ist uns Architekten ein vorrangiges Anliegen“, betont Arno Sighart Schmid, Präsident der Bundesarchitektenkammer (BAK). Anlass für diese Feststellung ist ein offener Brief des Deutschen Behindertenrats, der die Haltung der BAK zur neuen DIN-Norm 18040 kritisiert. Der Behindertenrat unterstellt, die BAK wolle die Norm zum Scheitern bringen und handele damit gegen die Interessen der Menschen mit Behinderung.
Zutreffend ist: Die BAK hat an der Beratung im zuständigen DIN-Ausschuss intensiv mitgearbeitet und zahlreiche Verbesserungsvorschläge gemacht. Sie strebt hier nach einer schutzzielorientierten Norm mit Lösungsbeispielen, aber nicht nach mehr Bürokratie. Präsident Schmid: „Die Norm muss so gestaltet sein, dass Architekten in jedem Fall die für behinderte Menschen und Bauherren praktikabelste Lösung ermitteln können. Sie darf hierfür nicht zu eng konstruiert sein. Wenn Architekten nur noch eng gefasste Vorschriften abarbeiten müssten, dann könne nichts Vernünftiges für Menschen mit Behinderung herauskommen.“
BAK-Präsident Schmid wird den Behindertenrats-Vorsitzenden Walter Hirrlinger zu einem Gespräch einladen, das Missverständnisse aus dem Weg räumen und gemeinsame Wege erschließen soll, damit Architekten für Behinderte auch weiterhin optimal planen können.