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Der Herausforderung, die an mich gestellt wird, und der Verantwortung, die mir mit der Wahl zum Präsidenten der Bundesarchitektenkammer übertragen wird ...
Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, Der Herausforderung, die an mich gestellt wird, und der Verantwortung, die mir mit der Wahl zum Präsidenten der Bundesarchitektenkammer übertragen wird, bin ich mir sehr bewusst, und ich will alles in meinen Kräften Stehende tun, um dieser Herausforderung und dieser Verantwortung gerecht zu werden. Gerade auch als Angehöriger einer Minderheit (der Landschaftsarchitekten) in den Kammern nehme ich die Aufgabe, für alle Architekten, Stadtplaner, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten sprechen zu dürfen und sprechen zu können, ganz besonders ernst. Dies bietet gleichzeitig die Chance, das Miteinander der verschiedenen Fachrichtungen in den Kammern noch weiter zu intensivieren, Kooperation und Konsens zu stärken, wie überhaupt die interdisziplinäre Zusammenarbeit, auch mit den Angehörigen verwandter Disziplinen wie Ingenieuren und Verkehrsplanern, zur Lösung der Probleme in unserer immer komplexer werdenden Welt heute wichtiger denn je geworden ist. Die Architektenschaft steht heute vor ganz besonderen Herausforderungen. Gerade in Zeiten knapper Haushaltmittel und allgemeiner Sparzwänge bei privaten und institutionellen Auftraggebern ist es die Aufgabe der BAK, zusammen mit den Länderarchitektenkammern verstärkt darauf hin zu wirken, dass „Baukultur“ in der täglichen Baupraxis nicht aus den Augen verloren wird. Die kreative, individuelle Gestaltung unserer gebauten und natürlichen Umwelt ist Ausdruck und Gradmesser unserer Zivilisation, unserer Kultur, und prägt den privaten und vor allem den öffentlichen Raum, und damit zu einem hohen Maße auch unsere Gesellschaft! Gleichzeitig muss es uns ein Anliegen sein, für unsere Tätigkeit eine auskömmliche und angemessene wirtschaftliche Grundlage zu erhalten, und die Stellung der deutschen Architekten im internationalen Wettbewerb in Europa und darüber hinaus zu stärken und zu festigen. Auch in der zweiten Bildungsanalyse der OECD – nach „Pisa“ – wurde unserem Land erneut ein unterdurchschnittlicher Bildungsstand bescheinigt. Gleichzeitig wächst weltweit die Erkenntnis, dass selbst eine noch so gute Grundausbildung heute für eine dauerhafte professionelle Qualifizierung nicht mehr ausreicht. „Life-long Learning“, eine gezielte und permanente Fort- und Weiterbildung ist unerlässlich geworden. Wir laufen also Gefahr, in eine doppelte Falle zu geraten. Wenn wir die Zukunft unseres Berufsnachwuchses sichern wollen, sind wir also auch hier gefordert. Mit Blick auf die Kulturhoheit der Länder eröffnet sich für uns die Chance, für unseren engeren professionellen Bereich abgestimmte Standards konsensfähig zu machen, und das schon jetzt beispielhafte Angebot der Kammern positiv und zielgerichtet weiter zu entwickeln. Die Aufgaben, denen wir uns gegenüber sehen, sind groß und vielfältig. Meinem Vorgänger, Herrn Peter Conradi, danke ich herzlich für die geleistete, großartige Aufbauarbeit. Ich freue mich auf eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Organen der Kammern und der Geschäftsstellen, auf Bundes- und auf Landesebene, und bitte alle Beteiligten um tatkräftige Unterstützung unserer gemeinsamen Ziele!
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