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Ergebnisse der Befragung des ifo Instituts zur Auftragssituation der freischaffenden Architekten im April/Mai 2010 ifo Architektenumfrage: Auftragsreserven weiter erhöht Nach den Ergebnissen der vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts bei den freischaffenden Architekten hielt das freundliche Geschäftsklima zu Beginn des 2. Quartals 2010 an. Die befragten Architekten beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im Vorquartal. Die Zahl der Architekten, die ihre Lage als „gut“ bezeichneten, war zum vierten Mal hintereinander größer als die der kritischen Architekten. Nur noch ein Viertel der Testteilnehmer (Vorquartal: 27%) war mit ihrer aktuellen Geschäftslage unzufrieden, knapp ein Drittel – wie bereits vor 3 Monaten – zufrieden. Die Geschäftserwartungen der befragten Architekten waren nicht ganz so zuversichtlich wie vor einem Vierteljahr. Während der Anteil der eher optimistisch eingestellten Architekten leicht zunahm (17 nach 16%), vergrößerte sich gleichzeitig der Anteil der eher skeptischen Architekten von 18 auf 20%. Per saldo setzten die Architekten aber immer noch ungebrochenes Vertrauen in die Geschäftsentwicklung im Verlauf der nächsten sechs Monate. Im 1. Quartal 2010 konnten 55 % der freischaffenden Architekten neue Verträge abschließen. Dies ist zwar nur jeweils ein Prozentpunkt mehr als im Vorquartal sowie vor einem Jahr – aber dennoch der höchste Wert seit 12 Jahren. Im Berichtsquartal lag das geschätzte Bauvolumen aus den neu abgeschlossenen Verträgen (Neubauten ohne Planungsleistungen im Bestand) um nahezu ein Fünftel über dem Niveau des Vorquartals. Im Wohnungsbau erhöhte sich das Auftragsvolumen zur Planung von Ein- und Zweifamiliengebäuden im 1. Quartal 2010zwar nur um 7 %. Der Umfang der Aufträge ist damit aber mittlerweile um über 60 % größer als in der Schwächephase der Jahre 2006 und 2007. Der leichte Aufwärtstrend hält somit weiter an. Im Geschosswohnungsbau konnten die Architekten deutlich mehr Aufträge hereinholen als im Vorquartal (+23%). Berücksichtigt man die bereits ebenfalls positive Entwicklung vom 4. Quartal 2009, so kletterte das Auftragsvolumen in diesem Teilsegment allein im letzten halben Jahr um knapp 60 %. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Ausgangsniveau überaus niedrig war. Im Nichtwohnbau war im Berichtsquartal eine deutliche Belebung beim gewerblichen Auftragseingang zu beobachten. Das Volumen der neu akquirierten Aufträge lag um gut ein Drittel über dem Niveau des Vorquartals – in dem es bereits zu einer Steigerung um ein Sechstel gekommen war. Bei den öffentlichen Auftraggebern erfolgte dagegen eine Verringerung der Auftragsvolumina im 1. Quartal 2010 um rund ein Zehntel. Der wesentliche Grund für das stark schwankende Auftragsvolumen öffentlicher Auftraggeber ist, dass von diesen nur noch in geringem Umfang Planungsaufträge für Neubauten an Architekten vergeben werden. In der ifo Architektenumfrage werden – neben Neubaumaßnahmen – auch Planungsleistungen für das Bauen im Bestand (Umbauten, Modernisierungen, Instandsetzungen) erfasst. Gerade bei öffentlichen Hochbauarbeiten spielt dieser Bereich mittlerweile eine große Rolle. Im Berichtsquartal waren beispielsweise die öffentlichen Planungsaufträge für Baumaßnahmen im Bestand, die an freischaffende Architekten vergeben wurden, um fast 50 % größer als für Neubauten. Nach den eingegangenen Meldungen hat der Auftragsbestand bei den befragten Architekten deutlich zugenommen. Zum Ende des 1. Quartals 2010 betrugen ihre Auftragspolster durchschnittlich knapp 6 Monate. Einen derart passablen Wert wiesen die Architekturbüros letztmals Mitte der neunziger Jahre auf. Erich Gluch Die aktuelle ifo Architektenumfrage sowie ältere Ergebnisse erhalten Sie als pdf-Dateien am Ende dieser Seite.
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