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Mit den zunehmenden Erfahrungen über PPP-Projekte in Deutschland zeigt sich, dass die Qualität der Projekte in Prozess und Produkt Optimierungsbedarf aufweisen. Eine funktionierende und damit erfolgreiche Partnerschaft zwischen öffentlichem und privatem Partner setzt voraus, dass beide Partner die fachliche Qualifikation und Kompetenz besitzen, um in allen Phasen des PPP-Projektes die zahlreichen Entscheidungen bewusst und in Kenntnis aller Konsequenzen tragen zu können. Dieses gilt in ganz besonderem Maße für die Planung des Projektes. Denn im Vergleich zur langen Laufzeit des gesamten PPP-Projektes steht die relativ kurze Planungsphase im proportional umgekehrten Verhältnis zu ihrer Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg. Untersuchungen aus Groß-Britannien belegen, dass die mit weniger als 10 Prozent der Gesamtlaufzeit eines PPP-Projektes aufgewandte Planungszeit über mehr als 90 Prozent der nachfolgend anfallenden Kosten entscheidet. Bei PPP wird durch die umfassende Spezifikation sämtlicher Nutzungs- und Qualitätsanforderungen vor Beginn des Projektes sicher gestellt, dass der öffentliche Auftraggeber letztendlich das von ihm gewünschte bauliche Ergebnis erhält. Umso wichtiger ist es, dass der öffentliche Auftraggeber bei der Aufgabendefinition, der Vergabeentscheidung und während der Projektdurchführung unabhängige und qualifizierte Beratung erhält. Darüber hinaus können so regelmäßig auftretende praktische Probleme für den öffentlichen Auftraggeber frühzeitig gelöst werden. Ein Beispiel hierfür ist die Reduzierung des Bewerbungsaufwandes der Bieter und der damit verbundenen Kosten für die entscheidungserheblichen Unterlagen. Zudem sichert eine begleitende unabhängige Qualitätskontrolle während der Planungs- und Bauphase zusätzlich die Interessen des öffentlichen Auftraggebers. Wer bei der Planung spart, zahlt beim Bauen drauf. Dieses gilt umso mehr für PPP-Projekte, da auch während der gesamten Nutzungsdauer erhebliche Kosten für den öffentlichen Auftraggeber anfallen. Wird aber die Qualität für den öffentlichen Auftraggeber von Anfang an gesichert, können die deutschen PPP-Verfahren entgegen den Erfahrungen in Großbritannien tatsächlich qualitativ hochwertig und damit auch nachhaltig erfolgreich werden.
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Am 25. Februar 2010 stellten das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und die Bundesarchitektenkammer ihr gemeinsames Handbuch: PPP besser planen – Qualitätssicherung im Lebenszyklus von Bauwerken im Rahmen eines Workshops vor. Information zum Handbuch finden Sie hier. Weiter Informationen zur Rolle des Architekten im PPP-Verfahren finden Sie unter Infomaterial am Ende des Textes.
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