Über 100.000 Euro für begabten Architektennachwuchs Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Bundesarchitektenkammer intensivieren erneut ihr Engagement für den begabten Architektennachwuchs. Eine neunköpfige Jury unter Vorsitz von Peter Conradi, Präsident der Bundesarchitektenkammer, wählte am 14. Mai 2003 die vier jahrgangsbesten Architektur-Diplomarbeiten an deutschen Hochschulen aus. Jede Arbeit wird mit einem Stipendium in Höhe von 2.050 Euro monatlich für maximal ein Jahr plus Nebenkosten ausgezeichnet. Die Siegerarbeiten sind: - „ein meeresbad in Barcelona“ von Philipp Loeper (Universität Karlsruhe)
„Die vorhandene natürliche Unordnung der dem Meer zuwachsenden Steinquader eines Wellenbrechers“, so die Jury, „wurde aufgegriffen und in eine bauliche, klare Ordnung umgewandelt.“
 - „Haus der Stille“ von Annika Rabi (Universität Hannover)
Die Jury kommentierte: „Durch den Gebäudekomplex erfolgt eine differenzierte Gliederung des Raumes. Es wird eine Verbindung zur bestehenden Kirche und dörflichen Struktur hergestellt.“

- „Isola – Erhaltung eines Bergdorfes“ von Sandra Vajcs (Technische Universität München)
Die Jury lobte die Verfasserin dafür, dass sie „den Ort nach Lage, Klima, Geschichte, Besitzverhältnissen, Nutzungen sowie nach Haustypen und Bauweisen sorgfältig analysiert hat und durchdachte, konkrete Vorschläge für eine zukünftige teils landwirtschaftliche, teils touristische Nutzung entwickelt hat.“
 - „Raummuseum – Amrum – Wittdün – Kniepsand“ von Martin Wellnitz (Fachhochschule Dortmund)
Die Jury würdigte insbesondere „das zweckfreie Ausloten architektonischer, räumlicher Mittel. Es ist ein Spiel mit Raum, Masse und Licht.“
 Das großzügig bemessene Preisgeld ermöglicht den Verfassern der Siegerarbeiten einen Auslandsaufenthalt, den sie in einem international angesehenen Architekturbüro verbringen oder für ein Postgraduiertenstudium nutzen können. Der nach den Gebrüdern Bruno und Max Taut benannte Architekturpreis startete 2001 mit zwei Stipendien, 2002 gab es bereits drei Stipendien. Auch in seinem dritten Jahr ist das Taut-Stipendium Teil der „Initiative Architektur und Baukultur“. Die Jury sprach auch für vier Arbeiten Anerkennungen aus: „Phnom Penh am Rand“ von Michael Engel (Technische Universität Dresden), „einen neuen planeten bauen?! new mother earth“ von Jan Haase und Thomas Müller (Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg) „Stadtkloster in Lüttich“ von Felix Schönle (Fachhochschule Aachen) und „mehrgenerationenhaus für einen modedesigner in frankfurt sachsenhausen“ von Antonino Vultaggio (Fachhochschule Frankfurt am Main). Die Jury befand über 36 Arbeiten (Vorjahr: 32). In der Jury wirkten mit: Peter Conradi (Präsident der Bundesarchitektenkammer), Elke Bettzüge (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen), Joachim Brenncke (Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer), Charlotte Frank (Schultes Frank – Architekten), Prof. Karla Kowalski-Szyszkowitz (Universität Stuttgart), Prof. Dr. Holger Kühnel (Technische Fachhochschule Berlin, Vertreter des DAAD), Dr. Volkhard Laitenberger (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien), Prof. Vladimir Nikolic (Technische Hochschule Aachen), Volker Staab (Architekten Schlesische Straße).
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