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EUROPAN 11 - Identität - Nutzungen - Konnektivität
Bundesarchitektenkammer e.V. 07.12.2011

Städtische Gebiete und Lebensmodelle im Einklang - welche Architektur für nachhaltige Städte?


Was ist Europan?

  • Europan will Kenntnisse und Überlegungen im Bereich des Wohnungs- und Städtebaus vertiefen und den Ideenaustausch zwischen den verschiedenen Ländern Europas fördern, um auf eine größere Aufgeschlossenheit und Zusammenarbeit im heutigen Europa hinzuwirken.
  • Europan will jungen Architekten in Europa helfen, ihre Ideen zu entwickeln und auf europäischer und internationaler Ebene bekannt zu machen.
  • Europan unterstützt Städte und Städteplaner, die Standorte angeboten haben, innovationsreiche architektonische und urbanistische Lösungen zu finden.
  • Europan fördert den experimentellen Wohnungsbau und die Entwicklung innovativer städtebaulicher Verfahren.
  • Europan veranstaltet Architekturwettbewerbe mit anschließender Realisierung, die mit neuen urbanen Lebensformen, Wohnungsbau, Architektur und Städtebau experimentieren.


Diese Ideenwettbewerbe betreffen Standorte, die von europäischen Städten vorgeschlagen werden, sie richten sich an alle europäischen Architekten und Fachvertreter anderer Architekten und Fachvertreter anderer Disziplinen unter 40 Jahren. Die teilnehmenden Architektinnen und Architekten können jeden in Europa angebotenen Standort zur Bearbeitung wählen.

Mehrere Teilnehmer, auch unterschiedlicher Nationalität, können sich zu Arbeitsgemeinschaften zusammenschließen. Das Reglement für die Wettbewerbe ist in allen Ländern identisch. In jedem Land kürt eine Jury die Preisträger für die jeweiligen nationalen Standorte.


EUROPAN 11

Am 28. Februar 2011 startet EUROPAN, der größte Ideenwettbewerb für Städtebau und Architektur, zum elften Mal an rund 55 verschiedenen Standorten in 16 Ländern Europas.
In Deutschland beteiligen sich die Städte Ibbenbüren, Ingolstadt, Selb, Wittstock/Dosse und Würzburg.

Junge Architekten und Planer unter 40 Jahren sind aufgerufen, sich mit aktuellen Frage­stellungen der Stadtentwicklung auseinanderzusetzen und für ausgewählte Situationen an verschiedenen Orten in ganz Europa innovative Ideen und strategische Konzepte zur Zukunft der Stadt zu entwickeln.

Angesichts der aktuellen (umwelt)politischen Diskussionen werden im Rahmen des elften EUROPAN-Wettbewerbes auf städtebaulicher wie architektonischer Ebene europaweit Stra­­tegien zur adäquaten Entwicklung urbaner Räume gesucht.

In Zeiten eines umfassenden klimatischen Umbruchs sehen sich immer mehr Städte, Gemeinden und Ballungsräume in der Pflicht, umweltgerechte Ziele zu verfolgen, die Tragweite ihres Handelns genau zu prüfen und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, nicht zuletzt auf planerischer Ebene, zu fördern.

Eine vorausschauende Planung, die nachhaltige Ziele verfolgt und die verschiedenen Komponenten berücksichtigt, die den Menschen und seine Umwelt betreffen, ist in der Lage einen Wandel zu generieren. Eine solche Planung wird somit zum strategischen Faktor, denn sie erhöht nicht nur die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Anziehungskraft sondern stärkt vielmehr auch die Identität des Ortes deutlich.

In diesem Zusammenhang stellt die ausgewogene Kombination urbaner und natürlicher Struk­turen eine besondere Herausforderung dar. Die Natur muss mit der Stadt in Einklang gebracht werden, um Stadtgebiete aufzuwerten, die Wiederinbesitznahme des öffentlichen Raumes zu fördern, Ressourcen und Biodiversität zu schützen und die Zukunft der Stadt insgesamt zu stärken.

Ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit ist durch Reduzierung des Flächenverbrauchs und der Zer­siedelung der Landschaft zu erreichen. Der Erneuerung bestehender Quartiere durch Nachverdichtung, aber auch durch teilweisen Rückbau und Neuordnung der städtischen Strukturen unter Wahrung lokaler Besonderheiten, kommt hierbei eine besondere Rolle zu.

Viele Städte sind bestrebt, künftig eine größere Autonomie zu erreichen, sei es in der regionalen Nahrungsmittelversorgung oder im Bereich Energie. Dies bedingt die Bereitschaft der Einwohner zu umweltbewusstem und -schonendem Handeln. Eine unmittelbare und allgemeine Erreichbarkeit von Dienstleistungs-, Kultur- und Freizeitangeboten reduziert den Bedarf an individueller Mobilität und fördert den sozialen Austausch.

Diese geopolitischen Zielsetzungen müssen bei der Entwicklung urbaner Räume auf städtebau-licher wie architektonischer Ebene reflektiert werden. Vor diesem Hintergrund sollen die Teilnehmer nachhaltige Entwicklungsstrategien vorschlagen, die das Potenzial haben, sich den stetig verändernden Rahmenbe­dingungen anzupassen und gleichzeitig die charakteristischen Identitäten des Ortes aufzugreifen und weiter zu entwickeln.

Die geografischen und räumlichen Gegebenheiten der Standorte haben ihren ganz eigenen, spezifischen Charakter. Die Aufgabenstellungen formulieren daher standortspezifisch individuelle Schwerpunkte, um Lösungen zu generieren, die auf die besonderen Anforderungen der Standorte eingehen.

Gesucht ist ein multidisziplinärer Ansatz, der verschiedene Kompetenzen (Planung, Landschaft, Umwelt, Wirtschaftlichkeit) synergetisch zu vereinen weiß.


Preise und Anerkennungen

Die Preise, Ankäufe und lobenden Erwähnungen werden
vom nationalen Preisgericht insgesamt für alle fünf deutschen
Standorte vergeben:

5 Preise: je 12.000 Euro (brutto)
5 Ankäufe: je 6.000 Euro (brutto)



Terminplan
  • Offizielle Eröffnung des Europan 11-Verfahrens am Montag, 28. Februar 2011
  • Deutsche Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 18. März 2011
  • Ende der Frist für Rückfragen zu den Standorten am Freitag, 13. Mai 2011

  • Beantwortung der Rückfragen zu den Standortten am Freitag, 27. Mai 2011

  • Ende der Frist für Rückfragen zum Reglement am Freitag, 17. Juni 2011
  • Beantwortung der Rückfragen zum Reglement am Freitag, 24. Juni 2011
  • Rückfragenkolloquien - Die Daten werden in Kürze hier bekannt gegeben.
  • Anmeldeschluss am Freitag, 10. Juni 2011
  • Einsende- und Abgabeschluss am Donnerstag, 30. Juni 2011
  • Stichtag für den Eingang von termingerecht
    am 30. Juni 2011 versandten Wettbewerbsarbeiten am Freitag, 22. Juli 2011
  • Vorauswahl durch die Fachkommission im September/Oktober 2011
  • Vergleichende Analyse durch das europäische wissenschaftliche Komitee im Oktober/November 2011
  • Europäisches Forum der Städte und Jurys am 4./5. November 2011
  • Endauswahl durch das nationale Preisgericht im November 2011

  • Europaweite Bekanntgabe der Ergebnisse am Donnerstag, 15. Dezember 2011
  • Internationale Präsentation der Ergebnisse im April 2012

Die Bundesarchitektenkammer ist Mitglied bei Europan Deutschland und wirkt im nationalen Komitee mit.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen: 

EUROPAN Deutschland
Lützowstraße 102 -104
10785 Berlin
Tel.: 030 – 262 01 12
Fax: 030 – 261 56 84
E-Mail: mai@europan.de
Homepage: http://www.europan.de/     http://www.europan-europe.com/

Homepage der BAK: www.bak.de Rubrik „Europa/Internationales“

Zuständig bei der Bundesarchitektenkammer:

Thomas Haas, BAK-Büro Brüssel
Tel: 0032-2-219 77 30                        
Email: haas@arch-ing.org   

Robert Jöst, BAK-Büro Berlin
Tel: 030-263 944 31
Email: joest@bak.de



Weitere Informationen und Anmeldung:

www.europan.de 
www.europan-europe.com


Achtung:
Die deutsch-polnische Jury hat am 25./26.11.2011 in Berlin fünf Preise, sieben Ankäufe und eine lobende Erwähnung vergeben.

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung:
28.02.2012 ab 18.30 Uhr im Haus der Architekten, Düsseldorf.


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