Downloads

Pressemitteilungen

Kontakt

Downloads

Wir über uns
Warum mit Architekten?
Daten und Fakten
Presse
Veröffentlichungen
Veranstaltungen/Messe
Energie/Klimaschutz
Baukultur
Berufspraxis
Aus- und Weiterbildung
HOAI/Vergabe
Architekturexport - NAX
Europa / Internationales

Bundesarchitekten- kammer

Architektenkammern der Länder

Berufsbild

Partnerschaften

Mitgliedschaften

Besser. Mit Architekten.

Tipps für den Bauherrn

Architekten-Suchfunktion

Architektenstatistiken

Ausbildung

Arbeitsmarkt

Weiterführende Links

Pressemitteilungen

Kontakt

Downloads

Newsletter

Publikationen der BAK

Bericht aus Brüssel

Jahresberichte

Publizistische Beiträge/Reden

Deutsches Architektenblatt

Stellungnahmen/Erklärungen

Vorschau

externe Veranstaltungen

Berichte

Expo Real 2013

Expo Real 2012

Expo Real - ab 2010

MIPIM 2013

Expo Real 2012-Videofeeds

nachhaltiges/energie- sparendes Bauen

KfW Kooperation

Kultur-/Kreativwirtschaft

Tag der Architektur

Architektur macht Schule

Preise

Rat für Baukultur

Stadtentwicklung

Links

Normung

Barrierefreies Bauen

Arbeitsstättenverordnung

Baustellenverordnung

Büroorganisation / Management

Berufshaftpflicht

Informationen für Studienanfänger

Bachelor- / Masterstudiengänge

Hochschulen in Deutschland

Notifizierung der Studiengänge für die Berufsanerkennung in der EU

Fortbildung

Bauzeichnerausbildung

Nationaler Qualifikationsrahmen NQR

HOAI

Vergabe

Wettbewerb

Büro Brüssel

Berufsqualifikation

EU-Dienstleistungsfreiheit

EU-Vergaberecht

Public Private Partnership in der EU

EU-Vertragsrecht

EU-Wettbewerbsrecht

Europäisches Forum für Architekturpolitik (EFAP)

Baukultur in Europa

EUROPAN

EU-Normung

EU-Außenhilfsprogramme

EU-Förderprogramme

Energieeffizienz in Europa

ACE

UIA

07.01.2011
Positives Geschäftsklima, Dauerbrenner Nachhaltiges Planen und Bauen sowie Dauerbaustelle Bologna-Prozess sind die Themen für 2011

Für das Jahr 2011 sieht die Bundesarchitektenkammer (BAK) drei Themen für die Architektenschaft:

  1. Leichte Verbesserung der Auftragslage:
    Der konjunkturelle Aufschwung im Jahr 2010 bietet eine gute Basis für das Geschäftsklima bei Architekten und Planern. Im Nicht-Wohnungsbau werden die wegfallenden Konjunkturpaket-II-Mittel dank der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch mehr Neubauprojekte mehr als kompensiert. Und nach mehreren Jahren Rückgang legt der Wohnungsneubau wieder zu.
  2. Dauerbrenner Nachhaltiges Planen und Bauen:
    Architekten aller Fachrichtungen sind hier in einer besonderen Verantwortung. Es geht den Architekten um mehr als energetische Sanierung; der ganzheitliche Ansatz muss die ökologische, die ökonomische und die soziale/kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen.
    Daher wird die besondere Verantwortung der Architektenschaft auch im Mittelpunkt des Deutschen Architektentages im Oktober 2011 in Dresden stehen.
    Aber auch die öffentliche Hand als Bauherr muss viel stärker ihre Verantwortung wahrnehmen.
  3. Dauerbaustelle Bologna-Prozess:
    Der Bolognaprozess hat zu einer Absenkung des Ausbildungsniveaus und einer unübersichtlichen Anzahl von Studienabschlüssen geführt. Eine Neuausrichtung ist unerlässlich, um die Qualität der Ausbildung analog zum Niveau des Diplom-Ingenieurs und internationaler Standards anzuheben.

 

„Vor den Architekten liegt ein gutes Jahr 2011“, skizziert BAK-Präsident Sigurd Trommer den Jahresausblick. „Der Blick ins Ausland zeigt, dass die Architekten in Deutschland nicht nur weniger von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen waren als in anderen Staaten. Dank der wirtschaftlichen Situation hierzulande profitieren sie auch viel eher vom konjunkturellen Aufschwung.“

„Verhalten optimistisch“ skizziert Dr. Christian Kaiser, Leiter Marktforschung der HEINZE Marktforschung GmbH das Geschäftsklima für 2011. „Da kann sogar die Stagnation im Sanierungsmarkt Nichtwohnbau aufgrund des ausgelaufenen Wirtschaftskonjunkturpakets die Lage insgesamt nur wenig trüben.“ Allerdings dämpft er den Optimismus, was die mittelfristige Perspektive beim Wohnungsneubau angeht. „Aufgrund der zu erwartenden Zinserhöhungen und der demographisch begründeten Nachfragerückgänge kann hier nur von einem Zwischenhoch die Rede sein.“

Leere Kassen, demografischer Wandel, Globalisierungsdruck und Klimaveränderungen – die Städte stehen vor einem tief greifenden Wandel. Daher muss die Antwort auf die städtebaulichen Entwicklungsfragen Nachhaltiges Planen und Bauen sein. Gerade der Gebäudebereich hat hohen Energieverbrauch in Produktion und Betrieb und hohe Emissionswerte. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit zur optimierten Planung im Lebenszyklus von Gebäuden (Herstellung, Betrieb, Abbruch) und einer energetischen Vernetzung innerhalb städtischer Systeme. „Nachhaltigkeit heißt für uns aber nicht, sich auf die energetische Sanierung zu beschränken. Sustainable by Design – das ist die Idee des ganzheitliche Ansatzes“, so BAK-Präsident Trommer. Was die Architekten bieten, sind ganzheitliche Planungsansätze in komplexen architektonischen und städtebaulichen Zusammenhängen, optimale Lösungen für die individuell gestellte Bauaufgabe, Mehrwert durch Schaffung von Lebensqualität und damit nachhaltiger Nutzung. Aber ohne ein Umdenken in Politik und Wirtschaft lässt sich das nicht verwirklichen. Daher fällt die Vorbildfunktion der öffentlichen Bauherren hier besonders ins Gewicht.

In vielen Städten und Gemeinden kann davon aber keine Rede mehr sein. Vielerorts fehlt es an angemessener und qualifizierter Personalausstattung der Planungs-, Bau, und Grünflächenämter. Die derzeitige Steuergesetzgebung versetzt Städte und Gemeinden in einen ruinösen Standortwettbewerb, der Flächenverbrauch und Zersiedlung fördert, obwohl eine Konzentration der baulichen Tätigkeit auf die Innenstädte notwendig wäre. Die Städte müssen sich auf Erhalt, Umbau, Nachverdichtung der bestehenden Stadtstrukturen fokussieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Stadtzentren zu, in denen Wohnungsbau, Einzelhandel, Kultur und Bildung intensive Schwerpunkte sein müssen. Die Sicherstellung der Gemeindefinanzierung ist Voraussetzung für eine adäquate Erfüllung kommunaler Aufgaben – auch im Bereich des Planens und Bauens. Eine Reform der Gemeindefinanzierung muss eine Verstetigung der kommunalen Einnahmen zum Ziel haben. Public Private Partnership darf nicht als Notlösung aus wirtschaftlichen Engpässen, sondern nur bei konkret festzustellenden Effizienzvorteilen eingesetzt werden.

Um die Zukunftsfähigkeit der Architektenschaft zu sicher, gilt es, die Ausbildung auf hohem Niveau stärken. Eine zunehmende Komplexität der Anforderungen an Architekten erfordert eine Ausbildung von hoher Qualität. Daher muss die Betreuungsintensität der Studiengänge deutlich erhöht werden, die Studieninhalte müssen sich praxisnäher an den Berufsinhalten der Architekten und Ingenieure orientieren. Zur Wahrung der Berufschancen für Absolventen müssen die Abschlüsse als Architekt berufsbefähigend sein und in Europa und international anerkennungsfähig bleiben: Die international anerkannte Mindeststudienzeit des Architektenweltverbandes beträgt fünf Jahre. Daher sieht die BAK ein fünfjähriges Studium als erstrebenswert; ein vierjähriges Studium als Mindeststandard.



E-Mail DruckenDruckversion nach oben