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Hausakte - ein lebenslanges Ordnungsinstrument
Barbara Chr. Schlesinger

Nicht nur im Zuge der Agenda 21 und dem damit verbundenen Ziele der Nachhaltigkeit ist es wichtig, Überlegungen anzustellen, wie diese in der Öffentlichkeit transparent gemacht werden können. Auch die weiter zunehmende Komplexität und Undurchschaubarkeit von Genehmigungs- und Planungsabläufen sowie Bautechniken läßt das Bedürfnis nach Bescheinigungen, Qualitätsnachweisen, Gütesiegeln u.ä. beim Bauherrn wachsen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) hatte daher im Rahmen der  Initiative "kostengünstig qualitätsbewußt Bauen" im Dezember 2001 die in Form eines Aktenordners gestaltete Hausakte für den Neubau von Einfamilienhäusern herausgegeben, die mit Unterstützung der Bundesarchitektenkammer erarbeitet wurde. Die Hausakte wurde mit Förderung des Ministeriums zu einer digitalen Hausakte weiterentwickelt. Die BAK hat hierfür die Herausgeberschaft übernommen.

Mit der Hausakte wird dem Bauherrn ein Ordnungsrahmen angeboten, der ihm die Zusammenstellung und Aufbewahrung von Unterlagen einer Immobilie erleichtert. Sie soll nicht nur beim Ordnen von Planungs- und Ausführungsunterlagen während der Planungs- und Bauphase eines Hauses helfen, sondern auch die wichtigsten Veränderungen im Lebenszyklus des Gebäudes dokumentieren, und gliedert sich deshalb in die Abschnitte:

  • Planungs- und Bauzeit
  • Nutzungszeit und
  • Verträge.

Werden die Inhalte der Hausakte gewissenhaft während der Lebensdauer des Gebäudes immer wieder aktualisiert und angepaßt, bietet sie nicht nur eine entsprechend gute Grundlage für spätere Modernisierungs- oder Umbaumaßnahmen sondern auch für Hausverwaltung, Vermietung und Verkauf. Da der Wert eines Gebäudes heute nicht mehr nur über die Herstellungskosten definiert ist, sondern die laufenden Kosten aus z.B. Betrieb, Wartung, Instandsetzung, Gemeindeabgaben stärker in den Vordergrund rücken, ist die Hausakte eine gutes Instrument für den Architekten, der dem Bauherrn die Betreuung des Gebäude über die Herstellung hinaus anbieten möchte.

Informations- und Bezugsquellen:

im Internet unter http://www.kompetenzzentrum-iemb.de/

Die Hausakte kann als Muster bei den Architektenkammern der Länder und den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen eingesehen werden.

Download der Hausakte im Info-Material unten! (Pdf 941 Kb)
hausakte.pdfPDF (941Kb)DruckenDruckversion nach oben