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EFAP in Brüssel 18.-20.11.2010
EFAP in Budapest 04.-07.05.2011
Vom 18. bis 20. November 2010 fand in Brüssel der EFAP-Kongress in Zusammenarbeit mit den Architekturarbeitsgruppen der drei belgischen Gemeinschaften statt. Das diesjährige Motto lautete „Architektur als Vektor für eine soziale Kohäsion“ (Architecture as a vector of social cohesion) steht in direktem Zusammenhang mit dem diesjährigen Europäischen Jahr des Kampfes gegen die Armut und soziale Ausgrenzung.
In den Vorträgen und Präsentation wurden gute Praktiken bei staatlichen Architekturprozessen und -projekten vorgestellt. Zu nennen sind insbesondere die Errichtung einer „open library“ in Magdeburg, welches von der Architekturplattform KARO realisiert wurde sowie das Mahn- und Gedenkzentrum zum Holocaust in Mechelen/Belgien. Beide Projekte haben den Ansatz verfolgt, neben den primär angesprochenen Nutzern auch das umliegende Stadtviertel durch eine Reihe architektonischer und städtebaulicher Stilmittel – wie z. B. Schaffung von Transparenz durch mehrere Ein- und Zugänge oder Multifunktionalität der Gebäude als Begegnungs-und Gemeinschaftsstätte – mit einzubeziehen. Darüber hinaus wurden Strategien im Umgang mit schrumpfenden Städten vor allem in Ost- und Mitteleuropa sowie Zwischennutzungskonzepte für innerstädtische Brachflächen diskutiert. Wichtig bleibt weiter, neben den ökonomischen und ökologischen Aspekten innerhalb des sozialen Zusammenhalts auch der Demografie, Gentrifizierung und Segregation insbesondere in Ballungsräumen zu begegnen und gegenüber den europäischen Institutionen zu kommunizieren sowie aufzuzeigen, dass die Architektur richtungsweisende und nachhaltige Zukunftsmodelle diesbezüglich entwickelt hat. An den Nachmittagen wurden Gelände in Antwerpen (Stadtteil- und Beratungszentrum, Centrum voor social beleid) und Lüttich (städtebauliche und soziale Aufwertung durch tragfähige Planungsmodelle in Lüttich-West) besucht, die die oben genannten Ansätze praktisch umzusetzen versuchen.
Der nächste EFAP-Kongress wird vom 4. bis 7. Mai 2011 in der ungarischen Hauptstadt Budapest stattfinden. Hauptthema wird die Einbeziehung von Wasserwegen, wie beispielsweise die Donau, in den städtebaulichen Kontext sein.