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Relevante Grünbücher der EU-Kommission
Thomas M. Haas 12.11.2009
  • Grünbuch der Kommission über „Energieeffizienz oder Weniger ist mehr“

Das Grünbuch der Europäischen Kommission vom Juni 2005 sieht bezogen auf den Gebäudesektor eine Ausweitung des Anwendungsbereiches der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2002/91/EG, Gebäuderichtlinie) vor. Im Konkreten wird vorgeschlagen, den Anwendungsbereich des Energieausweises auf alle zu sanierenden Gebäude unabhängig deren Größe auszuweiten und den Mitgliedstaaten eine konkrete Methode zur Kalkulierung des Energieprofils von Gebäuden zur Verfügung zu stellen/ aufzulegen, sollten diese die Gebäuderichtlinie nur unzureichend umsetzen.

Der Wortlaut des Grünbuch kann hier herunter geladen werden.


  • Grünbuch der Kommission „Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie“

Das im März 2006 vorgelegte Grünbuch äußert sich zu den Grundlagen einer europäischen Energiepolitik aus Sicht der Kommission und befasst  sich damit mit der Frage, ob die 25 Energiepolitiken der Mitgliedstaaten zugunsten einer gemeinsamen EU-Energiepolitik aufgegeben werden sollten. Neben der Frage der Energieaußenpolitik befasst sich das Grünbuch mit der Vollendung des Energiebinnenmarktes, der Versorgungssicherheit, der Nachhaltigkeit, dem Klimaschutz und der Notwendigkeit neuer Energietechnologien. Im Bereich Energieeffizienz von Gebäuden knüpft die Kommission an das im Juni 2005 vorgelegt Grünbuch über Energieeffizienz „Weniger kann mehr sein“ an (s.o.).

Der Wortlaut des Grünbuchs kann hier herunter geladen werden.


  • Grünbuch zur Anpassung an den Klimawandel in Europa

In dem im Juni 2007 vorgelegen „Grünbuch zur Anpassung an den Klimawandel in Europa - Optionen für Maßnahmen in der EU“ benennt die Europäische Kommission neben zu ergreifenden Gemeinschaftsmaßnahmen auch konkrete Maßnahmen, die auf staatlicher und regionaler Ebene durchzuführen sind. Sie schlägt hierzu unter anderem folgende vor:

  • kostengünstige Maßnahmen wie Gewässerschutz
  • kostspielige Schutz- und Umsiedlungsmaßnahmen wie Anhebung von Deichen, Umsiedlung von Häfen, Industrieanlagen sowie ganze Städte und Dörfer aus tief liegenden Küsten- und Überschwemmungsgebieten sowie Bau neuer Kraftwerke infolge ausfallender Wasserkraftwerke
  • Berücksichtigung von Blitzflutrisiken bei der Raum- und Flächenplanung;
  • Mindestanforderungen für Raumplanung, Flächennutzung und Änderung der Flächennutzung auch zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, der politischen Entscheidungsträger und der Berufstände
  • Anpassung der Baunormen (klimasichere Bautechniken, Materialien und Produkte)

Der Wortlaut des Grünbuchs kann hier herunter geladen werden.



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