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Der Forschungsbericht wurde mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gefördert. (Aktenzeichen: Z 6 – 10.08.18.7 – 08.10 / II 2 – F20-08-36) Die Verantwortung für den Inhalt des Berichtes liegt beim Autor. Die o.g. Forschungsarbeit zeigt Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Studie im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Sie hat ihren Vorlauf in dem Prozess zur Entwicklung eines Leitbildes für die Bauwirtschaft, an dem die Bundesarchitektenkammer beteiligt war. Eine Erkenntnis aus dem bisherigen Prozess ist, dass Architekten und Ingenieure mit ihren Leistungen ein integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette Bau sind, deren Teilbereiche in dieser Arbeit eine differenzierte Betrachtung erfahren. Unbestritten dürfte hieraus vorweg formuliert werden, dass Architekten und Ingenieure in einigen Teilbereichen maßgeblichen Einfluss auf die Wertschöpfung nehmen. Ihre Möglichkeiten hierzu sind aber signifikant an die Form des Auftraggebers sowie die daraus resultierende Beziehung zum Nutzer und zur Qualitätsdefinition gebunden. Diese Arbeit setzt sich umfassend mit Begriffen der Wertschöpfungskette Bau auseinander. Anhand wissenschaftlicher Recherche, Expertenbefragung und einem abschließenden Workshop wird die mögliche Einflussnahme der Architekten und Ingenieure auf die erarbeiteten Mehrwertpotentiale in Abhängigkeit von unterschiedlichen Auftraggebermodellen bewertet. Aus der Vielzahl möglicher AG-Modelle werden drei signifikante Formen ausgewählt, die geeignet sind, grundlegende Unterschiede darzustellen und aktuelle Bezüge zur Praxis bzw. zu denkbaren Entwicklungen herzustellen. Die Studie schließt mit Empfehlungen zur bestmöglichen Einbeziehung von Architekten und Ingenieuren in die Wertschöpfungskette Bau unter den veränderten Rahmenbedingungen des heutigen und in Prognose des zukünftigen Bauens. Auf Basis unserer nationalen und europäischen Baukultur ist hierbei nicht nur höchste technisch-funktionale Bauqualität zu gewährleisten, sondern eine ganzheitliche Betrachtungsweise um Ergänzung kultureller, wirtschaftlicher, sozio-ökologischer u.a. Qualitäten zu wählen, die auf ein Höchstmaß an Integration des Bürgers abzielen. In derzeitigen Diskussionen um innovative Vertrags- und Vergabemodelle, allem voran ÖPP-Verfahren, wird wiederholt auf die Vielzahl von Projekten verwiesen, die eine bestmögliche Einbindung ingenieurmäßigen Know-hows erfordern. Dies muss jedoch dem Grundsatz unseres nationalen Vergaberechtes im Rahmen der Richtliniengesetzgebung der Europäischen Union folgen. Demnach sind alternative, d.h. nicht offene Verfahren, wie das Verhandlungsverfahren oder der wettbewerbliche Dialog die Ausnahme. Diese ist dann in Abhängigkeit von Projektgröße und Schwierigkeit, d.h. mit der besonderen Komplexität der Aufgabenstellung zu begründen. Bleibt die Frage zu stellen, ob andersartige Vertrags- und Vergabemodelle wirklich Innovationen gegenüber der bisherigen Praxis darstellen oder ob es nicht eher darum geht, ein hohes Maß an unabhängiger und kompetenter Beratung des Bauherrn zu sichern, sofern dieser nicht selbst über fachlich fundierte Kenntnisse verfügt. Dieser Forschungsbericht gibt abschließend Teilergebnisse im Spiegelbild der Diskussion um die Novellierung der HOAI wieder. Darüber hinaus zielt der Verfasser in einem Exkurs auf die Wechselbeziehung zwischen qualitativ hochwertiger Gestaltung und baurechtlichen Vorschriften ab.
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Kurzfassung und Langfassung der Studie erhalten Sie am Ende der Seite unter Info-Material.
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