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Taut-Preis 2007
Bundesarchitektenkammer e.V. 10.07.2007

Gekürt mit dem Taut-Preis 2007:

Die vier besten Nachwuchsarchitekten Deutschlands

Eine zehnköpfige Jury unter Vorsitz des Präsidenten der Bundesarchitektenkammer Prof. Arno Sighart Schmid wählte am 9. Juli 2007 die vier jahrgangsbesten Architektur-Diplomarbeiten an deutschen Hochschulen für den Architekturpreis Taut-Stipendium aus. Jede Arbeit wird mit einem Stipendium in Höhe von 2.050 Euro monatlich für maximal ein Jahr ausgezeichnet. Damit wurde zum siebten Mal der höchst dotierte Preis für den begabten Architektennachwuchs vergeben.

Die Siegerarbeiten sind:

  • „Revolutionsmuseum Budapest“ von Sebastian Brunke (TU Braunschweig)
    „Der Baukörper entwickelt sich konsequent aus einem städtebaulichen Blockraster. Er schiebt sich gut proportioniert zum Fluss und wird über einen großen Platz erschlossen.“, so die Jury.

    Brunke400.jpg
  • „International Criminal Court – The Hague“ von Clara Gerhardt (RWTH Aachen)
    Die Jury kommentierte: „Der Beitrag schafft es, ein umfangreiches und komplexes Raumprogramm funktional und städtebaulich überzeugend zu lösen. Die Aufteilung in fünf Bereiche, die auf mehreren Ebenen miteinander verbunden sind, schafft eine Campus-artige Anlage, die einen menschlichen Maßstab beibehält, gleichzeitig die Anforderungen der Nutzer berücksichtigt und eine Antwort auf die hohen Sicherheitsanforderungen findet.“

    Gerhardt400.jpg
  • „Monogrammatics“ von Oke Hauser und Jennifer Weiss (Universität Stuttgart)
    Die Jury würdigte: „Eine Strategie zur Stadtentwicklung am Beispiel Istanbuls steht im Mittelpunkt der Arbeit. Die entwickelten Kriterien werden konsequent in räumlich wirksame Bausteine umgesetzt und für fünf unterschiedliche Themenbereiche in fünf Stadtteilen angewendet.“ 

    monogrammatics400.jpg
  • „House of Contemporary Dance“ von Janna Lipsky und Nikolaus Türk (HafenCity Universität Hamburg)
    Die Jury lobte: „Der Arbeit gelingt es, einen überzeugenden Bezug zum gewählten Ort herzustellen. Dies wird erreicht durch die Einbindung des Gebäudes in die Topographie der als überformte Natur begriffenen Inselgestalt und durch die Inszenierung der Annäherung als Prozession durch die weiter dem Verfall preisgegebenen Ruinen der ehemaligen Klosteranlage.“

    Rendering Kreuzgang400.jpg

Das großzügig bemessene Preisgeld ermöglicht den Verfassern der Siegerarbeiten einen Auslandsaufenthalt, den sie in einem international angesehenen Architekturbüro verbringen oder für ein Postgraduiertenstudium nutzen können.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Bundesarchitektenkammer loben den nach den Gebrüdern Bruno und Max Taut benannten Architekturpreis seit 2001 jährlich aus. Auch in seinem siebten Jahr ist der Preis Teil der „Initiative Architektur und Baukultur“.

Die Jury sprach auch für zwei Arbeiten Anerkennungen aus: „Performing Arts Terminal N.Y.C.“ von René Büttner und Jörg Höfer (TU Dresden) und „Landschaftlich bezogenes Designhotel mit Bad in der Eifel“ von René Flietner (FH Lippe und Höxter).

Die Jury befand über 37 Arbeiten. In der Jury wirkten mit: Dr. Karl-Ludwig Backsmann (Vertreter des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien), Prof. Inken Baller (Architektin, BTU Cottbus), Joachim Brenncke (Architekt, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer), David Cook (Architekt, Stuttgart), Jürgen Engel (Architekt, Frankfurt/M), Prof. Dr. Holger Kühnel (Architekt, Technische Fachhochschule Berlin, Vertreter des Deutschen Akademischen Austauschdienstes), Vera Moosmayer (Baurätin, Vertreterin des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Prof. Christine Remensperger (Architektin, FH Dortmund), Prof. Arno Sighart Schmid (Architekt, Präsident der Bundesarchitektenkammer) und Andreas Theilig (Architekt, Ostfildern).

Die mit einem Preis prämierten und mit einer Anerkennung ausgezeichneten Arbeiten sind vom 11. Juli bis zum 7. September 2007 in der BAK-Geschäftsstelle ausgestellt. Besucher werden gebeten, sich unter 030/263944-0 telefonisch anzumelden.

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