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Im Juli 2005 wurde die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ ins Leben gerufen, in der sich Bundesarchitektenkammer, Bundesingenieurkammer und Bund Deutscher Architekten mit den Bundesverbänden der Bau-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, darunter Bundesverband Freier Immobilienunternehmen, Zentralverband des Deutschen Baugewerbes u.a. zusammengeschlossen haben, um in gemeinsamen Schulterschluss dringenden Anliegen und Forderungen auf politischer Ebene Gewicht zu verleihen. Nach den Grundsätzen der Aktion nehmen als Mitglieder bundesweit tätige Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie die IG Bau teil. Die Teilnahme ist ohne finanzielle Vorleistung möglich. Die Aktionen im Einzelnen reichen von regelmäßigen Treffen der Teilnehmer (Verbände-Meeting) zur Herausgabe gemeinsamer Positionspapiere, Spitzengespräche der Verbände mit der Politik und der Durchführung von Regionalveranstaltungen zu „Impulse für den Wohnungsbau“. Noch vor der Wahl zum 16. Deutschen Bundestag gelang es in einer ersten Aktion – ergänzend zu den Wahlprüfsteinen der Kammern und Verbände der planenden Berufe in Deutschland -, in einem gemeinsamen Forderungskatalog an die Politik heranzutreten, die Planungs- und Baubranche stärker bei ihren wirtschaftlichen Entscheidungen zu berücksichtigen. Der Anteil der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie von Architekten- und Ingenieurleistungen am gesamten Bruttoinlandsprodukt in Deutschland beträgt mehr als 21 %. Seit 2001 beträgt der Anteil der jährlich fertig gestellten Wohnungen weniger als 1 % des Wohnungsbestandes. Als Ergebnis der regelmäßigen Arbeitstreffen konnte im September 2005 ein erstes gemeinsames Positionspapier verabschiedet werden, dass vor den fatalen sozialen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen warnt, die die derzeitige Fehleinschätzung des Wohnungsbedarfes durch die Politik nach sich ziehe. Neben der Sanierung im Bestand sollten veränderte, marktorientierte Förderprogramme den Ersatz nicht mehr heutigen Standards entsprechender Altbauwohnungen durch Neubau für Investoren wieder sinnvoll und realisierbar machen. Darüber hinaus plädierten die Verbände dafür, attraktive und stabile steuerliche Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau beizubehalten. Im Dezember 2005 wurde das gemeinsame Positionspapier gegen die geplanten Abschaffung der degressiven Abschreibung bei Mietwohngebäuden veröffentlicht. Der Gesetzgeber plante zum 01. Januar 2006 mit der Abschaffung der degressiven Abschreibung eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Investoren, die zu einem weiteren Rückgang der fertig gestellten Wohnungen im Mehrfamilienhausbau führen würde. Der Abschreibungssatz betrüge dann für neue Wohngebäude generell 2%. Angesichts der seit 01.01.2006 ersatzlos abgeschafften Eigenheimzulage und der praktisch eingestellten Bautätigkeit im öffentliche Wohnungsbau und vor dem Hintergrund, dass die Stabilisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft Voraussetzung für das Ende der wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland sei, forderte die Bundesarchitektenkammer, gemeinsam mit den Verbänden der Bau- und Wohnungswirtschaft im Februar 2006 die vollständige Einbeziehung von selbst genutztem Wohneigentum in die staatlich geförderte Altersvorsorge („Bau-Riester“). Im aktuellen Stand nehmen mit der Bundesarchitektenkammer 23 Bundesverbände der Bau- und Immobilienwirtschaft an der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ teil und werden sich auch zukünftig gemeinsam zu wichtigen wirtschaftlichen und baupolitischen Themen mit Auswirkung auf die Berufspraxis äußern.
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