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Gekürt mit dem Taut-Preis 2006: Die vier besten Nachwuchsarchitekten Deutschlands
Bundesarchitektenkammer e.V. 03.05.2006

Eine neunköpfige Jury unter Vorsitz des Präsidenten der Bundesarchitektenkammer Prof. Arno Sighart Schmid wählte am 2. Mai 2006 die vier jahrgangsbesten Architektur-Diplomarbeiten an deutschen Hochschulen für den Taut-Preis aus. Jede Arbeit wird mit einem Stipendium in Höhe von 2.050 Euro monatlich für maximal ein Jahr ausgezeichnet. Damit wurde zum sechsten Mal der höchst dotierte Preis für den begabten Architektennachwuchs vergeben.

Die Siegerarbeiten sind:

  • „Stadt der Toten – Friedhofsanlage in Venedig“ von Thomas Gantner (Universität Stuttgart)
    „Die Erweiterung des Friedhofs San Michele auf der Insel San Giorgo in Alga beinhaltet keine klassische Friedhofsanlage, sondern eine Stadt der Toten, die sich mit ihren klar definierten Funktionen nach innen orientiert. Beeindruckend ist die Szenographie des Weges und die Verknüpfung der Funktionen untereinander“, so die Jury."

Gantner_Hafenkapelle_440.jpg

 

  • „Bewegliche Systeme in der Architektur“ von Florian Rist (TU München)
    Die Jury kommentierte: „Für Florian Rist stehen Kinematik und Kinetik im Zentrum seiner Arbeit, die man getrost als Forschung bezeichnen kann. Dass sich daraus Architektur entwickelt, die ihre hohe Qualität aus den geometrischen, mechanischen und den daraus entstehenden Bewegungsabläufen bezieht, wird anhand der vorgetragenen Beispiele schnell einsichtig.“

Rist_KuppelC_440.jpg

 

  • „Weinbau – The Rust en Vrede Wine Estate“ von Dominik Tenhumberg (FH Münster)
    Die Jury würdigte insbesondere, dass „mit klarer Sicherheit das Thema Wein entwurflich entfaltet und vom Konzept zur Architektur geführt wird. Das Herausragende ist die Leidenschaft des Konzeptes gepaart mit einer Disziplin der Durchführung.“

Tenhumberg_Modellfoto_440.jpg

 

  • „Quartier des Wissens – Bibliothek- und Kongresszentrum Ljubljana“ von Axel Beck (TU Braunschweig)
    Die Jury lobte: „Der Solitär des Umbaus sprengt die kontextuell vorherrschenden Muster, um sich gleichermaßen als wohltemperierte Störung in sein Umfeld einzugliedern. Die Analyse, Arbeitsmethodik und entwurfliche Umsetzung von Axel Beck überzeugt ebenso, wie die wohltuend zurückhaltende, doch eindeutig klar strukturierte Präsentation der Arbeit.“

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Das großzügig bemessene Preisgeld ermöglicht den Verfassern der Siegerarbeiten einen Auslandsaufenthalt, den sie in einem international angesehenen Architekturbüro verbringen oder für ein Postgraduiertenstudium nutzen können.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Bundesarchitektenkammer loben den nach den Gebrüdern Bruno und Max Taut benannten Architekturpreis seit 2001 jährlich aus. Auch in seinem sechsten Jahr ist der Preis Teil der „Initiative Architektur und Baukultur“.

Die Jury sprach auch für zwei Arbeiten Anerkennungen aus: „Jugend- und Kulturzentrum in Lavapiés, Madrid“ von Corina Dietrich (Bauhaus-Universität Weimar) und „Energiefarm – Architektonische Leitbilder für eine Energielandschaft in der Lausitz“ von Marcel Lehmann (BTU Cottbus).

Die Jury befand über 47 Arbeiten. In der Jury wirkten mit: Antje Bartmann (Vertreterin des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien), Günther Hoffmann (Architekt, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer), Prof. Dr. Holger Kühnel (Architekt, Technische Fachhochschule Berlin, Vertreter des Deutschen Akademischen Austauschdienstes), Prof. Arno Lederer (Architekt, Universität Karlsruhe), Prof. Hilde Léon (Architektin, Universität Hannover), Vera Moosmayer (Baurätin, Vertreterin des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Prof. Arno Sighart Schmid (Architekt, Präsident der Bundesarchitektenkammer), Hadi Teherani (Architekt, Hamburg) und Prof. Carlo Weber (Architekt, Stuttgart).

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