TTIP

TTIP - Aktueller Stand Verhandlungen über Marktöffnung für Europäische Architekten in den USA

Die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP fand vom 11. - 15. Juli in Brüssel statt. Auf der Tagesordnung standen Verhandlungen unter anderem zum Marktzugang, etwa bei Dienstleistungen und Beschaffungsmärkten, zur Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden, zu Visafragen und zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Auch regulatorische Fragen bei technischen Handelshemmnissen sowie die Themenfelder Finanzdienstleistungen, Digitaler Handel, Kapital- und Zahlungsverkehr wurden diskutiert. Für das Nachhaltigkeitskapitel hat die Europäische Kommission wichtige Ergänzungen zum Klimaschutz vorgeschlagen. An dem Ziel, die Verhandlungen bis Ende 2016 weitgehend abzuschließen, wird festgehalten. Die 15. Verhandlungsrunde findet vom 3. - 7. Oktober in New York statt.

In der 13. Verhandlungsrunde wurde vom 23. bis zum 29.4.2016 in New York in fast allen inhaltlichen Bereichen des geplanten Abkommens verhandelt. Bei den Themen der regulatorischen Kooperation und besseren Rechtsetzung durch Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden konnten die Texte der beiden Seiten konsolidiert werden. Zudem gab es Verhandlungsfortschritte beim Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen für Industriegüter. Das Kapitel zu kleinen und mittelständischen Unternehmen konnte nicht abgeschlossen werden. 

In das Abkommen soll eine Vereinbarung zur Berufsanerkennung von Architekten eingefügt werden (als Modell für andere Berufsstände). Entsprechende Verhandlungen finden zurzeit zwischen dem Architects' Council of Europe (ACE) und dem National Council of Architectural Registration Boards in den USA (NCARB) mit Unterstützung der Europäischen Kommission statt. Zu klärende Fragen betreffen u.a. Kompensationsmaßnahmen, zusätzliche Anforderungen an Examen und Sprachkenntnisse. Ferner muss eine Lösung für den Anwendungsbereich des Abkommens gefunden werden, da es nicht automatisch für die Einzelstaaten in den USA gelten würde. Als Modell könnte die Vereinbarung zwischen USA und Kanada zur gegenseitigen Anerkennung dienen, über die sich die Verhandlungspartner gerade geeinigt haben.