BAK auf Facebook

 

Generationengerechtigkeit, Demografieanpassung und Inklusion

Inklusiv gestalten - Barrierefrei Bauen Generationengerechtigkeit, Demografieanpassung und Inklusion

Bild mit verschiedenen Symbolen Barrierefreiheit

© © HuHu Lin - Fotolia.com

 

Die inklusive Gestaltung von Stadtraum und Wohnungen ist ein wichtiger Beitrag zur eigenständigen Lebensführung von Menschen mit Behinderungen sowie älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Um den Beitrag und die Kompetenzen von Architekten und Stadtplanern beim Thema „Inklusive Gesellschaft“ stärker zu verdeutlichen, sowie das Bewusstsein für die Belange behinderter Menschen zu fördern, wird gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, eine Veranstaltungsreihe durchgeführt.

 

Insgesamt werden vier Regionalkonferenzen (Süd – Nord – West – Ost) mit dem Titel „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung“ ausgerichtet. Mit den Regionalkonferenzen soll das Problembewusstsein insbesondere von Kammermitgliedern für das Thema Barrierefreiheit sowie das Verantwortungsbewusstsein für die Realisierung einer möglichst barrierefreien baulichen Umwelt verstärkt und sensibilisiert werden, sowie innovative, interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze aufgezeigt werden. Dazu werden jeweils „Best-Practice-Beispiele“ aus den Bereichen „Wohnen“, „Stadtquartier“ sowie „Freiraum – Freizeitraum“ vorgestellt werden und anschließend in einem Podiumsgespräch zur Diskussion kommen.

In 2017 finden noch zwei weitere Regionalkonferenzen statt:

  • Regionalkonferenz West zusammen mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen am 16.03.2017 im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ der Stadt Duisburg
  • Regionalkonferenz Ost zusammen mit der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern am 21.04.2017 im IHK-Gebäude in Schwerin. Zu diesem Termin ist ein gemeinsamer Auftritt der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen mit der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig geplant.

Die Bundesarchitektenkammer bringt sich in weitere Themen und Initiativen aktiv ein:

  • Aktion "Impulse für den Wohnungsbau"
  • UN-Behindertenrechtskonvention, Fachausschuss "Mobilität, Bauen, Wohnen, Freizeit, gesellschaftliche Teilhabe, Information und Kommunikation"
  • DIN 18040 "Barrierefreies Bauen" DIN Arbeitsausschuss NA 005-01-11
  • Studentenwettbewerb "Altersgerecht Bauen und Wohnen - Barrierefrei, quartiersbezogen, integrativ" in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)


Regionalkonferenz Nord am 24.01.2017
Am 24.01.2017 hat die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele gemeinsam mit den Architektenkammern Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein und der BAK eine zweite Regionalkonferenz "Inklusiv gestalten - Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung" durchgeführt. Fast 250 Interessierte aus Architektenschaft, Behindertenverbänden, Politik und Medien folgten der Einladung – die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde von ZDF-Sportjournalistin Katrin Müller-Hohenstein moderiert.
Der Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, Wolfgang Schneider, betonte die Bedeutung von gut gestalteter und geplanter Architektur, die eine bessere Teilhabe aller Menschen im Sinne der Inklusion ermögliche. Der Impulsvortrag kam diesmal von der Trendexpertin und Buchautorin Birgit Gebhardt (Hamburg), die Perspektiven für eine zukunftsfähige Gesellschaft entwickelte und auf Chancen der Digitalisierung insbesondere für den Bereich der Inklusion einging. In einer umfangreich vernetzten und intelligenten Umgebung werde eine neue Kultur des Lebens und Arbeitens analog einer „granulierten Struktur“ möglich sein, in dem viele individuelle Angebote und Hilfen die Inklusion im Sinne einer verbesserten Teilhabe befördern könnten.

Dass Architekten und Stadtplaner bereits einen wichtigen Beitrag zur Inklusion leisten, wurde anschließend anhand von drei gelungenen Beispielen aus den Bereichen Wohnen, Stadtquartier und Freiraum – Freizeitraum veranschaulicht. Aus dem nachfolgenden Podiumsgespräch ergab sich, dass noch ein weiter Weg zu einer inklusiven Gesellschaft zu gehen ist. Verena Bentele betonte die Forderung nach einer umfassenden Verpflichtung zum barrierefreien Bauen sowohl für Neubau als auch im Bestand, um das Bewusstsein in der Gesellschaft dafür zu schärfen und für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Wenn die Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht werde, werde das Bauen nicht unbedingt teurer. Diese Ansichten bekräftigte auch Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen, die dazu ermunterte, das Miteinander zu stärken und mit Betroffenen direkt zu sprechen. Diskussionspunkte waren auch zu lösende Fragestellungen hinsichtlich erhöhter Kosten des barrierefreien Bauens und bauliche Gegebenheiten beim Bestandsbau oder Denkmalschutz. Vizepräsident Müller von der BAK sieht eine gute Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft, die sich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehe und zu der die Planer – wie anschaulich zu sehen und zu hören war – bereits zukunftsfähige Beiträge leisteten. Eindrücke von der Veranstaltung: hier. (PDF-Dokument, 1.6 MB)
 

Regionalkonferenz Süd am 28.11.2016
Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele hat am 28.11.2016 gemeinsam mit der Bayerischen Architektenkammer und der BAK zur ersten Regionalkonferenz "Inklusiv gestalten - Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung" geladen. Angeregt durch den Impulsvortrag von Prof. Dr. Christoph Metzger zum Bauen für die Zukunft und die Präsentation von drei gelungenen Beispielen aus den Bereichen Wohnen, Stadtquartier und Freiraum – Freizeitraum wurden viele Möglichkeiten aufgezeigt. Im anschließenden Podiumsgespräch unter Beteiligung von Irmgard Badura, der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen wurde deutlich, dass in Deutschland im Bereich der Inklusion bereits vieles umgesetzt worden ist, es sei aber noch „Luft nach oben“. Aufgrund der Entwicklung und Altersstruktur in Deutschland wird zukünftig eine hohe Nachfrage beispielsweise im öffentlichen Raum und beim Wohnen im Sinne der Inklusion und des Barrierefreien Bauens gesehen. Dabei sollte die Inklusion im Planen und Bauen von Anfang an mitgedacht werden, damit es nicht später zu unnötigen Kosten kommt. Die Architekten und Planer sind hier die richtigen Ansprechpartner, wenn es für Bauherren an die kompetente Ideenfindung und Umsetzung geht. Durch die Veranstaltung führte Katrin Müller-Hohenstein (ZDF) in gewohnt lockerer weise. Eindrücke von der Veranstaltung: hier. (PDF-Dokument, 2.1 MB)