ein stark wachsendes Normungsfeld

Normung Dienstleistungsnormung - ein stark wachsendes Normungsfeld

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat mit Inkrafttreten der EU-Dienstleistungsrichtlinie 2006 die Normung von Dienstleistungen sehr gestützt, da es darin ein wesentliches Instrument zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland und Abbau von Handelshemmnissen sieht. Zwischenzeitlich ist durchaus eine etwas vorsichtigere Haltung festzustellen. Diese beruht auf den ersten Erfahrungen mit Dienstleistungsnormen (DL-Normung), der daraus resultierenden Flut von Normanträgen und insbesondere aus der kritischen Haltung von an der Normung interessierten Kreis, zu dem die Bundesarchitektenkammer zählt. Die Frage, ob und ggf. in welchen Bereichen sich Dienstleistungen für Normung und Standardisierung eignen, wird heiß diskutiert, so z.B.
  • zur Roadmap für Dienstleistungsnormen, die Leitlinien und geeigneten Branchenbereiche identifizieren soll
  • zu Kriterien, die zur Beurteilung der Marktrelevanz dienen können
  • zum Verhältnis DL-Normen zum Vertrags- und Haftungsrecht.
Da darauf zu achten ist, wie DL-Normung zu dem im Baubereich besonders vielfältigen Normenwerk sowie zu den Berufsrechten steht und welche Auswirkungen zu erwarten sind, wirkt die BAK in allen wesentlichen Normungsgremien zur DL-Normung mit.
Konkrete Erfahrungen aus den NA 159-01-12 GA „Ingenieurdienstleistungen“ und NA 159-01-18 AA „Dienstleistungen im Gutachter- und Sachverständigenwesen“ ( siehe hierzu auch Jahresbericht 2011/2012) bilden ebenso ein gute Grundlage wie die für Architekten typische gesamtheitliche Betrachtung und weitgehende Betroffenheit durch eine Vielzahl von Normenbereichen.
Dabei wird es wichtig sein, die rechtliche und wie auch fachliche Sicht gleichermaßen einzubringen.