Das Thema Digitalisierung und somit auch der Begriff Building Information Modeling (BIM) ist eines der Zukunftsthemen der Baubranche.

 

Die Bundesarchitektenkammer hat sich wegen der großen Bedeutung für den Berufsstand der Architekten und Stadtplaner entschieden, die Entwicklung des digitalen Einsatzes intensiv zu begleiten und schuf zum 1. Januar 2017 ein eigenes Referat „Digitalisierung“. Das Referat soll die zahlreichen berufspolitischen, rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen für den Berufsstand (siehe Grafik), insbesondere BIM, gebündelt bearbeiten.

Seit mehr als drei Jahrzehnten planen auch die Architekten und Ingenieure mithilfe der digitalen Datenverarbeitung. In dieser Zeit hat sich das Erstellen von Plänen durch stetig modernisierte Software immer weiter verändert. Renderings, computergenerierte Visualisierungen der geplanten Gebäude, entstehen heute scheinbar wie von selbst. Und die Digitalisierung schreitet weiter voran.

„Building Information Modeling“ (BIM) bietet die Möglichkeit, die digitale Planerstellung um die Dimensionen Kosten und Zeit zu erweitern. Mit der Bereitstellung eines vollständigen digitalen Gebäudemodells erhält der Auftraggeber weit über die bisherigen in 2 oder 3 D erstellten Architekten- bzw. Ingenieurplanungen hinausgehende Informationen. Denn die darin enthaltenen umfassenden Informationen über jedes einzelne Bauteil, dessen Beschaffenheit, Kosten und möglicherweise auch Lieferzeiten sind für die Planungs- und Bau-, insbesondere aber für die Betriebsphase eines Gebäudes für den Auftraggeber von großem Wert.

 

BIM-Cluster

Ein BIM-Cluster ist ein freiwilliger Zusammenschluss einer Gruppe von Menschen, die sich mittels transparenter Kommunikation über ihre Erfahrungen zum Thema BIM (Building Information Modeling) austauschen. Das Ziel ist ein gemeinsames Verständnis dieser digital basierten Arbeitsmethode zu entwickeln.

Dieser Erfahrungsaustausch findet in regelmäßigen Treffen statt. Um das möglichst flächendeckend zu generieren, gibt es mehrere BIM-Cluster verteilt in Deutschland.

 

16. buildingSMART-Anwendertag am 18. April 2018

© buildingSMART

 

Die Bundesarchitektenkammer ist ideeller Kooperationspartner des 16. buildingSMART-Anwendertages am 18. April 2018, das eines der größten Treffen zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland ist. In der Nürnberger Meistersingerhalle werden zum 16. buildingSMART-Anwendertag gut 500 Teilnehmer erwartet. In rund 40 Fachvorträgen werden aktuelle und praxisnahe Berichte und Erfahrungen zu digitalen Methoden und Werkzeugen für nahezu alle Bereiche der Bau- und Immobilienwirtschaft geboten. Im Mittelpunkt stehen Open-BIM-Prozesse mittels buildingSMART-Standards, aber auch Themen wie „Recht und BIM“, „Weiterbildung“, „Bestandserfassung“ und andere praxisrelevante Fragen. Die Keynote-Rede wird Christoph Gröner, Gründer und CEO der CG Gruppe AG, halten.

 

Link zur Website:
www.buildingsmart.de/veranstaltungen/bim-anwendertag/16-buildingsmart-anwendertag-am-18-april-2018-in-nuernberg

 

Huss-Medien gibt Build-Ing. als Magazin heraus

© Huss Medien

 

Der Berliner Verlag Huss-Medien hat unter dem Titel Build-Ing. ein neues Fachmagazin gestartet. Im Mittelpunkt des Heftes, das sich an Architekten, Planer, Projektentwickler, Kommunen und Handwerker richtet, steht das Building Information Modeling (BIM). Das Magazin beruht auf der gleichnamigen Website www.build-ing.de, die Huss-Medien im Dezember gelauncht hat.

Jürgen Winkler, Chefredakteur von Build-Ing., erklärt: „Mit dem Magazin ist es unser Anliegen, möglichst alle Facetten der Diskussion um das Für und Wider von BIM zu beleuchten. Wir möchten potenzielle Anwender ermuntern, BIM einfach zu machen. Dafür reicht ein Heft nicht aus. Deshalb freuen wir uns, die Baubranche ab sofort regelmäßig mit dem neuen Periodikum zum Thema Building Information Modeling (BIM) zu informieren.“

Die erste Ausgabe Build-Ing. ist am 5. Januar in einer Druckauflage von 25.000 Exemplaren erschienen. Das Magazin liegt seit diesem Zeitpunkt mit jeweils ca. 7.000 Exemplaren den Titel ep Elektropraktiker und Moderne Gebäudetechnik sowie mit rund 3.000 Exemplaren dem Fachmagazin IVV – immobilien vermieten & verwalten bei. Für das Jahr 2018 sind insgesamt vier Ausgaben geplant, die im Jahresabonnement 96 Euro kosten sollen.

 

Die BAK ist seit 1.1.2017 Mitglied bei buildingSMART e. V.

Der Verein wurde auf Initiative führender deutscher Planungs-, Ausführungs- und Bausoftwareunternehmen gegründet, um den damals noch neuen Überlegungen zu modellbasierten, intelligenteren Planungstools Vorschub zu leisten. Ein zentraler Punkt ist dabei die Verbesserung des immer wieder nicht zufrieden stellenden Datenaustauschs auf Grund fehlender und ungenügender Schnittstellen der IT Lösungen im Bauwesen.
Der buildingSMART e.V. ist als eingetragener Verein nach deutschem Vereinsrecht organisiert mit Sitz in Berlin. Der Verein ist offen für alle Unternehmen, Forschungs- und Bildungsstätten sowie Einrichtungen der öffentlichen Hand, die mit dem Bauwesen verbunden sind: Planer, Bauausführende, private und öffentliche Bauherren, Betreiber von Bauwerken oder Hersteller von Software für das Bauwesen. Behörden, Vereine und Kammern können ebenfalls ihre Interessen als Mitglied des buildingSMART e.V. vertreten, und persönliche Mitglieder sind in den Arbeitsgruppen aktiv vertreten. Deutschlandweit sind derzeit (10/2015) rund 180 Mitglieder registriert.