Sicherheit und Gesundheit - Aufgabe und Pflicht für Planer

Arbeitsschutz Arbeitsstättenverordnung - eine wesentliche Planungsgrundlage

 
Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) legt fest, was der Arbeitgeber beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu beachten hat. Geregelt werden z.B. Anforderungen an Arbeitsräume, Pausen-, Bereitschafts- und Sanitärräume, Beleuchtung, Belüftung und Raumtemperatur.
Die ArbStättV von 1975 ist durch die neu strukturierte Verordnung aus dem Jahr 2004 abgelöst worden. Das neue Konzept der Verordnung folgt der Regelungssystematik der europäischen Arbeitsstättenrichtlinie: danach werden Schutzziele und allgemein gehaltene Anforderungen, aber keine detaillierten Vorgaben festgesetzt.
Die ArbStättV 2004 hatte zur Folge, dass die Arbeitsstättenrichtlinien durch Regeln für Arbeitsstätten (ASR) abgelöst werden müssen.
Über den Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) und über 15 Arbeitsgruppen sind die Maßnahmen nach der Verordnung in den ASR näher zu konkretisieren und die Arbeitsstättenrichtlinien zu ersetzen. Bis Ende 2013 wird die weitgehende Umsetzung erreicht sein.
Die BAK ist im ASTA vertreten, leitet Arbeitsgruppen und wirkt in etlichen mit. Zu den Inhalten bezieht die BAK kontinuierlich Stellung und überwacht beispielsweise die Praxisgerechtigkeit.
2012/2013 wurden weitere ASR durch den ASTA beschlossen und dem BMAS zur Veröffentlichung empfohlen. Besonders zu erwähnen sind hier die
  • ASR A1.2 Raumabmessungen
  • ASR V3a.2 Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten
  • ASR A4.1 Sanitärräume
die nach langen Verhandlungen auf angemessene Anforderungen zurückgeführt werden konnten.
Den aktuellen Stand der Veröffentlichungen und die Textfassungen der ASR sind auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unter www.baua.de zu finden.