BAK auf Facebook

 

Architekten

Architektinnen und Architekten Was verbirgt sich hinter dieser Berufsbezeichnung

In einer Charta der internationalen Architektenvereinigung UIA wird der Architekt als der Mensch beschrieben, der die Kunst des Bauens meistert und so die Stätten, an denen die Menschen ruhen oder sich regen, aufs beste gestaltet und beseelt.

Heute sind in Deutschland rund 129.000 Architektinnen und Architekten freischaffend, als Angestellte und Beamtete tätig oder sind neben der Architektenleistung baugewerblich, d.h. sie betreiben noch eigenverantwortlich z.B. einen Baubetrieb (außer in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz). Freischaffende Architekten müssen in die Architektenliste des jeweiligen Bundeslandes, in dem sie tätig sein wollen, eingetragen sein. Mit der Eintragung unterwerfen sich Architekten strengen Berufsgrundsätzen. Geführt wird die Liste durch 16 Architektenkammern in den Bundesländern, die als Körperschaften öffentlichen Rechts diese Aufgabe für den Staat übernommen haben. Die Architektengesetze sind durch die Länderarchitektenkammer geregelt. Die Architektengesetze der Länder finden Sie hier im Überblick. (PDF-Dokument, 84.2 KB)

Architekten können einer oder mehrerer Fachrichtungen angehören. Unterschieden wird zwischen

  • Architektinnen und Architekten (Hochbau/Bauwerke)
  • Innenarchitektinnen und Innenarchitekten
  • Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten
  • Stadtplanerinnen und Stadtplaner.

Nähere Informationen, was zu den Aufgabenbereichen dieser Fachrichtungen zählt, finden Sie in den nachfolgenden Kapiteln. Die Berufsaufgabe aller Architekten wurde jedoch schon 1977 in einer Stellungnahme der Bundesarchitektenkammer zum Berufsbild, die auch heute noch aktuell ist, wie folgt zusammengefaßt:

Berufsaufgabe der Architekten aller Fachrichtungen - Architekten (Hochbau), Innenarchitekten und Garten- und Landschaftsarchitekten (Anmerkungen des Verfassers: hinzu kommen noch die Stadtplaner) - ist es, den Lebensraum, die räumliche Umwelt des Menschen, maßgeblich mitzuplanen und mitzugestalten. Dadurch sollen die Voraussetzungen für ein Optimum an Lebensqualität, Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie Entfaltungsmöglichkeiten für den einzelnen geschaffen werden und gleichzeitig die dabei auftretenden, einander vielfach widersprechenden Nutzungsabsichten innerhalb der Gesellschaft zu einer bestmöglichen Lösung koordiniert werden.